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  • AutorenbildDaniel Rieß

Wo sich Norwegen von seiner schönsten Seite zeigt - Unser Roadtrip zu den Lofoten und den Vesterålen

Rote landestypische Holzhäuschen, charmante kleine und traditionelle Fischerdörfchen, die besten Zimtschnecken der Welt, unglaublich markante und zugleich wunderschöne Landschaften, imposante und raue Bergformationen, welche auf die Weiten des Meeres treffen. Eine spannende und abenteuerliche Reise, bei der sich Norwegen von einer seiner schönsten Seite zeigte. Ein unvergesslicher Roadtrip durch das wilde Skandinavien, über den nördlichen Polarkreis, bis hin zu den norwegischen und bilderbuachartigen Inselgruppen.

 

AUF EINEN BLICK

Reiseland: Norwegen (Rückreise via Schweden)

Reiseziel: Lofoten und Vesterålen

Zeitraum: 16.06 - 06.07.2023

Strecke: 7545 km

Fährverbindung: Travemünde > Trelleborg mit TT-Line 

Hilfsmittel: Suche von Stell-und Campingplätzen mit Park4Night

 


Liebe Leserinnen und Leser,

herzlich willkommen zu einem neuen Wohnmobil-Roadtrip! Mitte Juni führte uns unser Weg als Familie, mit zwei kleineren Kindern (6 Jahre und 2 Jahre), in den hohen Norden Norwegens. Auf der Suche nach neuen Abenteuern, spannenden Erlebnissen sowie verlassenen und wilden Landschaften, machten wir uns für drei Wochen auf nach Skandinavien. Unsere Reise begann in Süddeutschland und führte uns vorerst in die Lübecker Ostseegemeinde Travemünde, von wo aus wenige Tage später unser Fährschiff in das schwedische Trelleborg ablegte. Von der schwedischen Hafenstadt, führte uns unser Weg direkt in die norwegische Hauptstadt Oslo, um hier im Fram Museum für eine kurze Zeit auf eine beeindruckende Polarexpedition aufzubrechen. Nach unserem Aufenthalt in Oslo, verließen wir die dichter besiedelten Gebieten, um uns in die skandinavische Natur zu begeben. Mit dem Besuch des Dovrefjell-Sunndalsfjella und dem Børgefjell Nationalpark, erkundeten wir zwei sehr schöne Landstriche und erreichten anschließend den nördlichen Polarkreis, mit dem Artic Circle Center 66°33°N, entlang der Europastraße 6. Nachdem wir diesen magischen Ort passiert hatten, machten wir die Nächte ab sofort wortwörtlich zum Tag. Mit der bestehenden Mitternachtssonne, blieb es von nun an nämlich 24 Stunden hell. Mit der Überquerung des nördlichen Polarkreises nahmen wir Kurs auf unser eigentliches Ziel, welches sich direkt am europäischen Nordmeer und somit am Atlantischen Ozean befand. Das Hauptziel unseres Roadtrips waren die norwegischen Inselgruppen der Lofoten und den Vesterålen. Wunderschöne Landstriche, welche von markanten Bergen und der See geprägt waren, zogen uns von der ersten Sekunde an in ihren Bann. Oft wirkte diese beeindruckende Landschaft durch die verschiedenen und unbekannten Formen schon fast unreal auf uns. Nachdem wir eine wundervolle und unvergessliche Zeit auf den Lofoten und den Vesterålen verbracht hatten, mussten wir uns auf die, erneut von zahlreichen Kilometern geprägte, Rückreise machen. Da uns das benachbarte Schweden während unseren vorherigen Reisen immer sehr gut gefallen hatte, entschlossen wir uns spontan, ein Teil unserer Rückreise über Schweden und der berühmten Wildnissstraße, dem Vildmarksvägen, laufen zu lassen. Auch wenn die Landstriche von Norwegen und Schweden teilweise eng benachbart sind, unterscheiden sich diese doch stark. Wo Norwegen einen sehr markanten Landschaftscharakter zum Ausdruck bringt, überwiegt Schweden mit verlassenen Weiten, dichten Wäldern und tausenden Seen sowie Flüssen. Ein abwechslungsreiches Naturschauspiel was uns in dieser Kombination sehr gut gefallen hatte. Unsere wunderschöne Reise auf die immer wieder zu erwähnenden wunderschönen Inselgruppen der Lofoten und den Vesterålen, endete wie auch zu Beginn mit der Überfahrt von Trelleborg zurück nach Travemünde. Nachdem wir auf unserer Rückreise noch eine kurze Zeit an der Ostsee genossen hatten, führte uns unser Weg wieder zurück nach Süddeutschland und an das Ende unserer Reise. Nun wünsche ich euch viel Spaß auf unserem Roadtrip durch ein Teil des wundervollen Skandinaviens und freue mich über ein Feedback von euch, direkt unter diesem Beitrag.




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16.09 - 17.09.2023 | Übernahme Wohnmobil und Fahrt nach Travemünde


V O N U N T E R W E G S

Wie bereits bei unseren vorherigen Roadtrips fuhren wir nach Bad Dürrheim um am Nachmittag unser angemietetes Wohnmobil abzuholen. Wir freuten uns auf unsere nette Vermieterin, um bei einer gewohnten, sehr angenehmen und freundlichen Übergabe unseren Reisebegleiter für die nächsten Wochen zu übernehmen. Nachdem alle Formalien geklärt waren, fuhren wir nachhause um über den restlichen Tag unser Wohnmobil für unseren bevorstehenden Roadtrip startklar zu machen. Am folgenden Tag starteten wir dann mit reichlich Vorfreude in eine neue Reise. Über Kassel, Hannover und Hamburg nahmen wir Kurs in Richtung Ostsee und erreichten am späten Abend den Lübecker Stadtteil Travemünde, von welchem auch wenige Tage später unsere Fähre in das schwedische Trelleborg ging.


W I S S E N S W E R T

Unsere Wohnmobile hatten wir wie bisher immer bei der Firma Wohnmobilcenter Drechsler in Bad Dürrheim angemietet. Hier waren wir mit dem freundlichen Service, der hervorragenden Unterstützung und dem angebotenen Preis-Leistungs-Verhältnis immer sehr zufrieden. Das Wohnmobilcenter ist zudem offizieller ADAC Wohnmobilvermieter, was für ADAC-Mitglieder entsprechende preisliche Vorteile mit sich bringt.







18.06 - 19.06.2023 | Travemünde und Priwall


V O N U N T E R W E G S

Dicke Pötte und eine frische Prise. Wie bereits bei unseren vorherigen Roadtrips nach Skandinavien, bot sich der Lübecker Ostseestadtteil Travemünde, bestens für einen entspannten Einstieg in unsere Reise an. Das Leben spielt sich hier hauptsächlich an den Promenaden und am Strand ab, wo auch wir unsere Zeit in Travemünde verbrachten. Neben der schönen Atmosphäre zwischen Trave und Ostsee, laden entlang des Wassers, zahlreiche Restaurants, Cafés und Geschäfte zum Verweilen ein. Unbedingt sollte hier ein leckeres und frisches Fischbrötchen mit Blick auf das Wasser und dem interessanten Boots- und Schiffsverkehr, genossen werden. Für einen Abstecher auf die gegenüberliegende Uferseite von Priwall, nutzten wir zudem die Auto- und Personenfähre, welche im regelmäßigen Takt zwischen Travemünde und Priwall pendelt. Auch die Beach-Bay-Waterfront ist mit seinen Lokalitäten und stylischen Shops immer wieder ein Besuch wert. Travemünde bescherte uns eine entspannte Zeit, einen perfekten Start in unseren Roadtrip und war zudem unser diesmaliges Tor nach Skandinavien.


H I G H L I G H T

Unser und sicherlich das Highlight von vielen anderen Besuchern der Ostseegemeinde, ist der besondere Schiffsverkehr, welcher hier stattfindet. Neben zahlreichen kleineren Booten und Schiffen bahnen sich hier die riesigen Fährschiffe ihren Weg von der Trave auf die Ostsee. Ein Schauspiel, das bei großen und kleinen Gästen für große Begeisterung sorgt.


W I S S E N S W E R T

Travemünde ist beliebt! So zieht es bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen, besonders an Wochenenden und in den Ferien zahlreiche Besucher in den Lübecker Stadtteil. Wer diesem Trubel aus dem Weg gehen möchte, kommt am besten unter der Woche und außerhalb der Ferien hierher.







20.06.2023 | Fährfahrt von Travemünde nach Schweden


V O N U N T E R W E G S

Wir nahmen Kurs auf Skandinavien! Um 15:00Uhr machte unsere Fähre im Hafen von Travemünde die Leinen los und nahm Kurs auf das schwedische Trelleborg. Entlang der Trave und vorbei an Travemünde, führte uns unser Weg auf die Ostsee, welche uns rund 7 Stunden von Schweden trennte. Wir wählten für unsere Fährfahrt die Rederei von TT-Line, mit welcher wir bereits bei unseren vorherigen Reisen gute und vor allem preisgünstige Erfahrungen machen konnten. Für unter 200 € beförderte uns TT-Line als vierköpfige Familie inklusive Wohnmobil und Meerblickkabine von Travemünde nach Trelleborg. In Schweden angekommen, nutzten wir den angebrochenen Abend und den Schlaf der Kinder, um noch ein paar Kilometer hinter uns zu bringen. Entlang der Westküste und vorbei an Göteborg, erreichten wir unseren Stellplatz für die kommende Nacht bei Stora Höga, welcher sich direkt am Meer befand.


H I G H L I G H T

Schon viele Jahre kommen wir nach Travemünde und bestaunen die großen Fährschiffe, welche an Travemünde vorbei ihren Kurs auf die verschiedenen Länder entlang der Ostsee nehmen. Schon immer einmal wollten auch wir winkend auf solch einem Schiff an Travemünde vorbeifahren, was bei dieser Reise nun endlich in Erfüllung ging und ein tolles Highlight gewesen ist.


W I S S E N S W E R T

Um über den Seeweg von Deutschland nach Skandinavien zu gelangen, bestehen verschiedene Verbindungsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Redereien. Daher lohnt sich hier immer ein entsprechender Preisvergleich. Auf unseren Reisen war TT-Line bisher immer am günstigsten. Die Fähren von TT-Line verkehren zwischen Deutschland und Schweden hauptsächlich von den Häfen in Rostock und Travemünde. Erfahrungsgemäß ist die Fahrt von Rostock etwas günstiger als von Travemünde.







21.06.2023 | Oslo


V O N U N T E R W E G S

In der Hauptstadt Norwegens, auf Polarexpedition! Von vorherigen Reisen kannten wir die Innenstadt von Oslo bereits, daher wollten wir bei dieser Reise etwas Spezielleres in der norwegischen Hauptstadt entdecken. Unser Weg führte uns auf die Oslofjord Halbinsel Bygdøy, wo das Fram Polarschiffmuseum unser Ziel darstellte. Eine spannende polargeschichtliche Ausstellung wartetet darauf von uns entdeckt zu werden, bei welcher zu jederzeit und ausnahmslos, das riesige Fram Expeditionsschiff im Mittelpunkt stand. Das einzigartige Museum hielt für uns zahlreiche spannende und fesselnde Entdeckungen, beeindruckendes Wissen und abwechslungsreiche Attraktionen bereit, die im gesamten zu einem ganz speziellen und vor allem empfehlenswerten Besuch beitrugen. Während unserem Besuch im Fram Polarschiffmuseum, setzte der Regen über Oslo ein, was uns dazu bewegte, die Hauptstadt zu verlassen und unsere Reise weiter in Richtung Norden fortzusetzen.


H I G H L I G H T

Im Mittelpunkt des Museums steht das Fram Polarexpeditionsschiff, welches vollumfänglich begangen und entdeckt werden kann. Um das gesamte Schiff werden verschiedene Animationen eingespielt, welche die verschiedenen Stimmungen auf solch einer Expedition wiedergeben sollen. Friedliche Polarstimmungen, mit leuchtenden Polarlichtern bis hin zu einer tobenden See mit Blitz und Donner überwältigen hier die Museumsbesucher und sorgen für ein ganz besonderes Erlebnis.


W I S S E N S W E R T

Das im Jahr 1892 erbaute Fram Polarexpeditionsschiff ist das jemals stärkste aus Holz erbaute Schiff der Welt und wurde bei den drei berühmten Polarexpeditionen von Fritjof Nansen, Otto Sverdrup und Roald Amundsen eingesetzt. Hierbei ist das Schiff in seiner Bauweise weiter in den Norden und Süden vorgedrungen wie kein anderes seiner Art. Mehr über das norwegische Museum erfahrt ihr auf der offiziellen Website unter - Fram The Polar Exploration Mueseum






22.06.2023 | Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark


V O N U N T E R W E G S

Zurück in Dovrefjell, zurück im Königreich der Moschusochsen! Auf dieser Reise führte mich unser Weg bereits zum dritten Mal in den Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark. Von unserem Ausgangspunkt, dem Grønnbakken Parkplatz, überquerten wir die Straße und eine schmale Holzbrücke und passierten einen kleinen Eisenbahntunnel, bis zum direkten Zugang des Nationalparks. Über einen schmalen Trampelpfad führte uns der ausgeschilderte Wanderweg in das weitläufige Fjell des Nationalparks, wo sich nach einem kurzen Anstieg, die schneebedeckten Berggipfel am Horizont erhoben. Nach einigen Kilometern konnte ich dann tatsächlich erneut einen der seltenen Moschusochsen ausfindig machen. Grasend und umgeben von dichten Büschen, war dieses Mal leider kein Big-Picture zu fotografieren. Ein besonderes Erlebnis war es erneut aber dennoch.


H I G H L I G H T

Diese besonderen Tiere in dieser einzigartigen und wilden Kulisse beobachten zu können, ist jedes Mal erneut ein einzigartiges Highlight, welches ich jedem Naturliebhaber bei einem Besuch dieses beeindruckenden Nationalparks von Herzen gönne. Ein gewisser Nervenkitzel begleitet dieses Erlebnis zudem garantiert.


W I S S E N S W E R T

Zahlreiche wissenswerte Informationen zum Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark und wie auch ihr bei einem Besuch die Moschusochsen von Dovrefjell ausfindig machen könnt, erfahrt ihr in meinem gesonderten Bericht - Zurück im Königreich der Moschusochsen - Zurück im norwegischen Dovrefjell







23.06.2023 | Børgefjell Nationalpark


V O N U N T E R W E G S

Schmale Pfade und reißende Flüsse! Auf unserem Weg in den Norden Norwegens verbrachten wir einen Tag im Børgefjell Nationalpark. Der Nationalpark ist von Hochebenen, seichten Tälern und wilden Gewässern geprägt, die besonders für ihren Forellenreichtum bekannt sind. Über schmale Pfade, die sich zwischen Holzdielen und Naturböden abwechselten, führte uns unser Weg an schneebedeckten Gipfeln und reißenden Flüssen vorbei. Immer wieder mussten kleinere aber auch größere Fließgewässer mittels Holzstegen und Hängebrücken passiert werden, was sich sehr abenteuerlich gestaltetet. Das Element Wasser war auf unserer Tour und in seiner vollen Kraft besonders präsent. Das Ziel unserer Wanderung war die Simskardhytta, welche wir nach rund 3,5 km erreicht hatten. An der kleinen Schutzhütte mit ihrer Feuerstelle verbrachten wir einen entspannten Nachmittag bei leckerer Grillwurst und Feuerkartoffeln. Nach einer wundervollen Zeit in der Wildnis Norwegens, konnten wir anschließend unsere Weiterreise in Richtung nördlichen Polarkreis, fortsetzen.


H I G H L I G H T

Ein absolutes Highlight während unserem Aufenthalt im Børgefjell Nationalpark, war die Simskardhytta mit ihrer idyllischen Feuerstelle, die von hohen Bergen und in die Tiefe stürzenden Gewässern umgeben war. Die Hütte, welche mit einem Holzofen und gemütlichen Sitzgelegenheiten ausgestattet war, ist frei zugänglich und bietet besten Schutz bei Regen und Kälte. Schaut bei eurer Wanderung entlang der Simskardrunden unbedingt an diesem Ort vorbei!


W I S S E N S W E R T

Ein ganz besonderer Bewohner des Børgefjell Nationalparks ist der Polarfuchs. Der Fuchs steht seit 1930 in ganz Norwegen unter Artenschutz. Auch wenn es in Norwegen nur noch einen kleinen Bestand an Polarfüchsen gibt, gelingt es diesem in Børgefjell unter natürlichen Umständen zu überleben. Eine Sichtung des Polarfuchses ist jedoch mit großem Glück verbunden!







24.06.2023 | Nördlicher Polarkreis und Fahrt auf die Lofoten


V O N U N T E R W E G S

Wir nähern uns dem wilden Norden! Über die norwegische Europastraße 6 erreichten wir auf unserem Weg in den wilden Norden den nördlichen Polarkreis mit dem Arctic Circle Center 66°33°N. Im Vergleich zu anderen Positionen zur Überschreitung des nördlichen Polarkreises, lohnt es sich hier einen Blick in das Innere des Centers zu werfen. Neben einem Restaurant gibt es hier einen großen Souveniershop und eine Ausstellung skandinavischer Tierarten. Wir überschritten den nördlichen Polarkreis und machten uns auf den Weg zu unserer letzten Etappe bis zu der Inselgruppe der Lofoten. Um diese zu erreichen, folgten wir weiterhin der Europastraße 6 und gingen in Bognes auf die Fähre um nach Lødingen zu gelangen. Wir näherten uns den Lofoten und die Fahrt über die Meerespassage ließ bereits in der Ferne markante Berggipfel in die Höhe ragen, welche sich noch in den tief stehenden Wolken versteckten. Am Abend erreichten wir die Lofoten, welche uns mit Regen begrüßten und ihre Schönheit noch im Verborgenen versteckt hielten. Wir waren gespannt, was uns hier erwarten würde!


H I G H L I G H T

Den Polarkreis zu überschreiten ist für jeden Reisenden ein besonderer Moment und zugleich ein Highlight einer jeden Reise. Das norwegische Arctic Circle Center entlang der Europastraße 6, setzt mit seinem Dasein der ganzen Örtlichkeit noch ein gewisses i-Tüpfelchen auf.


W I S S E N S W E R T

Während Polarkreismarkierungen- und Denkmäler fest auf einer Stelle stehen, verschiebt sich die unsichtbare Linie dieses Breitengrades jährlich um fast 15 m. Die genaue Position hängt nämlich immer vom Winkel der Erdachse im Verhältnis zur Ebene der Umlaufbahn ab. An Bedeutung verlieren die Markierungen und Denkmäler dadurch natürlich nicht!







25.06.2023 | Lofoten Austvågøya


V O N U N T E R W E G S

Hallo Lofoten, schön euch zu sehen! Mit der Inselgruppe der Lofoten, hatten wir unser geplantes und nördlichstes Ziel dieser Reise erreicht. Unsere Tour über die Lofoten begann auf der Insel Austvågøya und somit im Norden der Inselgruppe. Die Lofoten sind besonders für Fotografen ein Paradies und so orientierten auch wir uns hauptsächlich an den verschiedenen Fotospots, die zugleich mit traumhaften Landschafts- und Naturhighlights verbunden waren. Wir erwachten am Austnesfjorden und nutzten hier die, direkt an unserem Stellplatz befindliche, Aussichtsplattform für einen Blick über den Fjord und der Sildpollnes Kirche. Nach diesem Ausblick steuerten wir über die Europastraße 10 die Stadt Svolvær an, welche die größte und die Hauptstadt der Lofoten ist. Groß wird auf den Lofoten eher klein gehalten, daher handelt es sich bei der Stadt Svolvær nicht um eine typische Großstadt, sondern eher um einen kleinen netten Ort mit entsprechender Infrastruktur. Die kleine Skyline der Stadt ist mit den typischen roten norwegischen Holzhäusern geschmückt, welche zum Fotografieren einladen. Hier solltet ihr unbedingt die vorgelagerte Insel Svinøya besuchen, von welcher man die schönsten Fotomotive vor die Kamera bekommt. Unser nächstes und letztes Ziel auf der Lofoteninsel Austvagsoya, war das kleine Fischerdörfchen Henningsvæ, auf welches ich mich ganz besonders freute. Bereits die Anfahrt nach Henningsvæ, mit einer der schönsten Stichstraßen der Lofoten, war ein Genuss. Das Fischerdörfchen begeisterte mit einem Charme aus ursprünglichem Fischerdorf, Künstlerort, norwegischer Küstenidylle und dem schönsten sowie meist fotografiertesten Fußballstadion der Welt. Nach zahlreichen Eindrücken nahmen wir unseren Stellplatz für den restlichen Abend und die helle Nacht unter der Mitternachtssonne, direkt am Meer kurz vor dem Küstenörtchen Brenna ein. Von hier aus hatten wir einen direkten Blick auf das Meer, die Berge und die in der Ferne liegende Inselgruppe der Vesterålen. Als krönenden Tagesabschluss konnten wir von hier aus sogar direkt vor unserem Wohnmobil Delfine beim Umhertummeln beobachten.


H I G H L I G H T

Diesen Tag prägten gleich zwei Highlights. Das erste Highlight stellte für mich das Fußballstadion des Fischerdörfchens Henningsvæ dar. Durch die Lage dieses Stadions ist es definitiv das schönst gelegene Fußballstadion der Welt und zugleich eines der beliebtesten Fotomotive der Lofoten. Das zweite Highlight schenkte uns, mit den abendlichen Delfinbeobachtungen direkt vor unserem Wohnmobil, die Natur. Es ist immer wieder faszinierend, solche Lebewesen in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten zu können.


W I S S E N S W E R T

Die Lofoten bestehen aus den sieben Hauptinseln Austvågøya, Gimsøya, Vestvågøya, Flakstadøya, Moskenesøya, Værøy und Røstlandet. Austvågøya ist die größte Insel der Hauptinsel und beheimatet, mit Svolvær, die einzigste Stadt der Lofoten.







26.06.2023 | Lofoten Gimsøy und Vestvågøy


V O N U N T E R W E G S

Fotomotive und Panoramen wie aus dem Bilderbuch! Nach einer Nacht unter der Mitternachtssonne, ging es über die Gimsøystraumen Brücke und traumhaften Wetter, auf die nächste Insel der Lofoten, nach Gimsøy. Hier besuchten wir zuerst die kleine weiße und aus Holz erbaute Gimsøy Kirche, welche sich einsam und wunderschön, direkt an der Küste befindet. Nachdem wir uns hier etwas umgesehen und diesen Ort genossen hatten, ging es zu einem weiteren und durchaus spezielleren Fotospot auf Gimsøy. Das Butterfly-House vom norwegischen Künstler Pøbel, das vor allem bei Fotografen und Instagrammer ein beliebtes Street-Art Motiv ist, wartete darauf abgelichtet zu werden. Zugegebenermaßen sah dieses Lost Places Gebäude, mit seinem durchaus speziellen Motiv, ziemlich cool aus! Nur wenige hunderte Meter vom Butterfly-House entfernt, befand sich, mit dem kleinen Dörfchen Hovsund, unser letztes Ziel auf der kleinen Lofoteninsel Gimsøy. Das Fischerdörfchen, mit seinem Leuchtfeuer, hat bis heute seinen ursprünglichen Charme des Fischfangs beibehalten, wo man auch die typischen Holzgestelle zum Trocknen von Fischen vorfindet. Über eine Mole, die dem kleinen Hafen des Fischerdorfes Schutz bietet, gelangt man über einen teils steinigen Fußweg zur weiß roten Mole, an der sich sogar ein Teil, eines gut erhaltenen Wal-Skeletts befindet. Nach wunderschönen Eindrücken, ging es für uns weiter auf die zweitgrößte Insel der Lofoten, nach Vestvågøy. Die Insel ist erst seit 2007 ohne eine Fähre zu erreichen und ist von bergigen Landschaften und einer Vielzahl der schönsten Strände der Lofoten, geprägt. Wer genau diese prägende Mischung erleben möchte, sollte, wie auch wir es getan haben, in die Bucht von Haukland kommen. Der Vik und benachbarte Haukland Beach, gehören zu den schönsten und bekanntesten Stränden der Lofoten und sind von riesigen markanten Bergen umgeben. In dieser beeindruckenden Kulisse kann gut ein ganzer Tag verbracht oder der Abschluss eines eindrucksvollen Reisetages gefunden werden.


H I G H L I G H T

Bei so vielen Eindrücken und Highlights, ist es manchmal schwierig nur eines zu benennen. Fakt ist, jeder Spot des heutigen Tages ist einen Besuch wert. Die heutigen Highlights gehen nach längerem Überlegen aber an die wunderschön gelegene Gimsøy Kirche sowie an den traumhaften Vik Beach, an dem wir auch unsere Nacht verbrachten.


W I S S E N S W E R T

Durch die wunderschöne Lage, dem feinen weißen Sand und dem glasklaren Wasser, sind die Strände von Vik und Haukland sehr beliebt. Leider stehen hier nur sehr wenige Parkplätze zur Verfügung. Wenn du daher mit deinem Wohnmobil oder Camper parken oder sogar einen Platz zum Übernachten ergattern möchtest, solltest du etwas Geduld mitbringen oder am späten Nachmittag bzw. frühen Abend hier aufschlagen.







27.06.2023 | Lofoten Vestvågøy und Austvågøya


V O N U N T E R W E G S

Auf den Spuren alter Traditionen! Bevor es für uns von Vestvågøy auf die nächste Insel der Lofoten ging, machten wir zuvor am Ortseingang von Leknes einen Halt. In einem spiegelnden See, trieb ein traditionelles Lofoten-Boot vor einer wunderschönen Bergkulisse umher, was Tradition mit einem sehenswerten Fotospot verbunden hatte. Nachdem hier einige schöne Aufnahmen festgehalten wurden, ging es für uns auf die Insel Flakstadøy, wo unser Ziel das traditionelle Fischerdorf von Nusfjord war. Das Fischerdorf ist zwischenzeitlich ein lebendiges wunderschönes Museum, wo man zahlreiche alte und farbig restaurierte Fischerhütten vorfindet, in dessen Mitte sich der kleine Hafen befindet. Neben tollen Motiven erfährt man hier interessantes Wissen über den traditionellen Fischfang und dem früheren Leben als Fischer. Wer nach Nusfjord kommt, sollte unbedingt die kleine, seit dem Jahr 1877 bestehende, Hansines Bäckerei besuchen und hier ein leckeres süßes Stück probieren. Nach zahlreichen schönen Eindrücken ging es für einen kurzen Abstecher weiter nach Ramberg. Auf den ersten Blick völlig unscheinbar, befindet sich hier am Strand eine kleine rote Hütte, die mit ihrer Umgebung die gesamte Landschaftsvielfalt der Lofoten abbilden kann. Wunderschöne Strände, typisch rote norwegische Holzhäuser und eine schroffe und markante Bergkulisse. Vom einsamen Holzhäuschen in Ramberg ging es zum nicht allzu weit entfernten und nächsten Fotospot. Kurz nach Ramberg führen zwei geschwungenen Brücken mit einer interessanten Streckenführung nach Fredvang. Bei gutem Licht ist diese Kulisse besonders für Drohnenpiloten ein gigantisches Motiv. Parallel zu einer der Brücken konnten wir auf Avløysinga direkt am Wasser einen schönen Stellplatz für den Abend und für die bevorstehende Nacht einnehmen.


H I G H L I G H T

Nette Gespräche unter Campern, nebenher gemütlich die Angel ins Wasser zu werfen und dabei bei bestem Wetter und der Mitternachtssonne die unglaublich schöne Landschaft zu genießen und mit der Drohne festzuhalten, war auf unserem Stellplatz entlang der geschwungenen Brücke an der Fv808 Straße eine wahrlich traumhafte Zeit und ein absolutes Highlight des Tages!


W I S S E N S W E R T

Das Fischerdorf Nusfjord ist eines der ältesten Fischerdörfer der Lofoten. Nusfjord kann in den Sommermonaten als Freilichtmuseum besucht werden. Der Eintritt liegt hier für einen Erwachsenen bei 100 NOK, was umgerechnet ungefähr 8,50 € beträgt. Kinder haben kostenfreien Eintritt.







28.06.2023 | Lofoten Moskensøy und Fahrt auf die Vesterålen


V O N U N T E R W E G S

Das Dorf mit nur einem Buchstaben und das bekannteste Fotomotiv der Lofoten! Unser letzter Tag auf der wunderschönen Inselgruppe der Lofoten war angebrochen. Während uns die Tage zuvor bestes Wetter begleitete, versteckten sich heute die zahlreichen Berge hinter tief sitzenden Wolken. Unser Weg führte uns an das letzte Dorf der Insel Moskenesøy - nach Å. Das Ortsschild mit dem wohl kürzesten Namen ist eines der meist fotografiertesten Motive des Fischerdorfes. Å i Lofoten steht mit seinen Gebäuden und seinem Flair für den traditionellen Fischfang. Mit etwas Glück, kann man hier sogar Fischer beobachten, die den frisch gefangenen Fisch direkt vor Ort verarbeiten. Wer nach Å kommt, sollte zudem unbedingt die alte Zimtschnecken-Bäckerei besuchen. Da in Å die durchgehende Straßenverbindung der Lofoten endet, ging es für uns mit der Hoffnung auf etwas besseres Wetter wieder entlang der gleichen Strecke zurück. Auf dem Rückweg legten wir einen Halt bei Reine ein, wo der Gipfel des Hammarskaftet in der Gestalt eines Horns, in die Höhe ragt. Mit den davor liegenden Gebäuden ist dieser Spot definitiv ein Foto wert. Das letzte Ziel auf den Lofoten war der Ort mit dem wohl bekanntesten Fotomotiv der Lofoten. Der kleine Ort Hamnøy besticht mit seiner wunderschönen Lage zwischen Bergmassiv und Meer. Natürlich spielen auch hier die kleinen norwegischen Holzhäuser eine elementare Rolle bei diesem wunderschönen Motiv, welches zu jeder Jahreszeit ein Highlight ist. Nachdem dieses gigantische Motiv von Hamnøy auf dem Chip meiner Kamera eingefangen war, verabschiedeten wir uns über die Europastraße 10 von den Lofoten und nahmen Kurs auf die benachbarte Inselgruppe, der Vesterålen. Bereits der Weg hierher über den Møsalen National Park war vielversprechend und steigerte die Neugierde auf weitere Abenteuer.


H I G H L I G H T

Wo sich die Küste des Reinefjord öffnet und sich das Massiv der Festhæltinden auftürmt, befindet sich Hamnøy. Mit den schönen roten und landestypische Holzhäusern im Vordergrund, wird dieser Ort völlig zurecht zu einem der schönsten und bekanntesten Fotomotive der Inselgruppe. Auch für uns war dieses einzigartige Motiv das Highlight des Tages und muss auf einer Reise über die Lofoten fotografisch festgehalten werden. Um die beste Perspektive ausfindig zu machen, folgt man am besten dem kleinen Fußweg entlang der geschwungenen Brücke. Ein Fun Fact am Rande, folgt ihr dem kleinen Fußweg entlang der Brücke, eröffnet sich nach der zweiten Straßenlaterne die meiner Meinung nach beste Perspektive auf dieses Motiv.


W I S S E N S W E R T

Wusstet ihr, dass es in der kleinen traditionellen Bäckerei des Fischerdorfes Å, die besten Zimtschnecken der Welt geben sollt? Im altertümlichen Holzofen werden hier die leckeren Backwaren bereits seit 1844 hergestellt und sind tatsächlich unglaublich lecker. Probiert daher bei einem Besuch von Å unbedingt diese Landestypische Backware!







29.06.2023 | Vesterålen Andøya


V O N U N T E R W E G S

Eine kleine Auszeit am norwegischen Wal-Hotspot! Von den Lofoten führte uns unser Weg auf die benachbarte Inselgruppe. Unser erstes Ziel auf den Vesterålen war die Gemeinde und Wal-Hotspot Andenes, welche sich ganz oben im Norden der Insel Andøya befand. Das Meeresgebiet um Andenes ist für die zahlreichen Vorkommnisse verschiedener Meeressäuger bekannt. Von Andenes wollten wir mit einem Boot die umliegenden Gewässer erkunden. Der große Wunsch war es nämlich, vielleicht sogar Orcas ausfindig zu machen, die sich ebenfalls in den Gewässern um Andenes aufhalten sollen. Leider wurde aus diesem Plan nichts, vielleicht waren aufgrund des hervorragenden Wetters bereits sämtliche Boots-Touren ausgebucht. Etwas enttäuscht, jedoch unter unserem Grundsatz: Es kommt alles so wie es kommen soll, verließen wir Andenes. Am Andøya Space Center vorbei, bezogen wir in rund 20 km Entfernung, den Campingplatz in Stave. Auf dem Weg dort hin, bekamen wir Elche in ihrem natürlichen Lebensraum zu Gesicht, was uns sehr erfreut hatte. Auf unserem Campingplatz in Stave, welcher mit und ohne Strom gebucht werden kann, hatten wir mit unserem Wohnmobil einen Platz mit direktem Blick auf das Meer. Mit der Hoffnung vielleicht von der Küste aus Wale zu entdecken, lag das Fernglas und die Kamera griffbereit. Auch wenn es auch hier nichts vor die Linse gab, war der Aufenthalt in Stave eine gelungene Abwechslung und Auszeit zugleich, um die zahlreichen Eindrücke unserer bisherigen Reise, verarbeiten zu können.


H I G H L I G H T

Auch wenn es keine Wale waren, war es definitiv ein Highlight, Elche in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten zu können. In der Vergangenheit sind wir schon fast durch ganz Schweden gefahren , wo solch eine Sichtung bisher jedes Mal ausgeblieben ist. Wir haben also auf die Vesterålen kommen müssen, um Elche zu entdecken :).


W I S S E N S W E R T

In den Gewässern um Andøya hat man eine fast 100% Chance, Wale beobachten zu können. Nur wenige Kilometer von Andenes entfernt gibt es einen Meeresabbruch, wo der Meeresboden schlagartig von 300 m auf 1000 m herab fällt. Durch den Reichtum an Sauerstoff und Nahrung in diesem Bereich zieht es zahlreiche und unterschiedlichste Wale in dieses Gebiet. Um die Erfolgschance auf eine Sichtung auf das Maximum auszureizen, bieten verschiedene Ortschaften Boots-Touren zu den Wal-Hotspots an.







30.06.2023 | Vesterålen Langøya


V O N U N T E R W E G S

An einem der schönsten Stellplätze unseres Roadtrips! Über die Norwegian Scenic Route, welche entlang der Westküste Andøyas verläuft und von einer bergigen und offenen Küstenlandschaft geprägt ist, verließen wir die nördlichste Insel der Vesterålen und nahmen Kurs auf Langøya. Hier war das kleine Fischerdorf Hovden unser Ziel, das an der Westseite des malerischen Malnesfjords liegt. In Hovden bezogen wir einen Stellplatz direkt an der Mole des kleinen Fischerhafens und hatten einen direkten Blick auf die wunderschöne Fjordlandschaft. Wir nutzten hier die Zeit um die Landschaft und die Natur zu genießen, fotografierten und nutzten den Bereich am Leuchtfeuer um zu angeln. Wer gerne Fisch isst und schon mal eine Angel in der Hand hatte, sollte hier unbedingt angeln gehen. Seelachse halten sich hier in Schwärmen auf und beißen dementsprechend. Hier steht also einem frischen und selbst gefangenen Abendessen nichts im Wege. Wir genossen unseren letzten Tag auf den Vesterålen in vollen Zügen. Selbst die Mitternachtssonne zeigte sich in der Nacht nochmals von ihrer besten Seite und tauchte die Umgebung in ein wunderschönes und warmes Licht.


H I G H L I G H T

Unser Stellplatz mit der umgebenen Landschaft war einer unserer schönsten Stellplätze auf diesem Roadtrip und somit auch unser Highlight des Tages. Falls ihr auf den Vesterålen unterwegs sein solltet, müsst ihr hier unbedingt vorbeikommen. Den genauen Standort findet ihr oben in meiner Karte.


W I S S E N S W E R T

Eine Stellplatzsuche gestaltet sich nicht immer einfach. Am besten sind wir bisher mit den Apps von Park4Night und Campercontact unterwegs gewesen. Hier lohnen sich die, auf jeden Fall nicht allzu teuren, Pro-Versionen. Ein weiterer weiser Tipp sind andere Camper. Tretet, wenn es die Situation ergibt, mit diesen in Kontakt und scheut nicht nach Stellplatzempfehlungen zu fragen. Ein lieber Gruß geht an dieser Stelle an Kathleen und Kai für den wertvollen Stellplatz-Tipp in Hovden.







01.07.2023 | Vesterålen Langøya und Fahrt nach Schwedisch Lappland


V O N U N T E R W E G S

Wir verabschiedeten uns von Norwegen! Am Morgen verließen wir unseren schönen Stellplatz in Hovden auf den Vesterålen. Für uns war es Zeit, den beeindruckenden Norden Norwegens zu verlassen und die Fahrt in Richtung Süden anzutreten. Über den Hafen von Lødingen ging es mit der, uns bereits bekannten, Fährverbindung über den Vestfjorden zurück nach Bognes. Anschließend setzten wir unseren Weg über die Europastraße 6 fort, passierten den Polarkreis und wechselten nach einigen hunderten Kilometern bei Mo I Rana von der E6 auf die E12, um nach Schweden zu gelangen. Da wir Skandinavien erneut über den schwedischen Hafen in Trelleborg verlassen würden, handelte es sich mit der Route über Schweden um die schnellste Strecke, um in den Süden zu kommen. Zudem hatten wir von unseren vorherigen Roadtrips den Vildmarksvägen mit seiner atemberaubenden Route durch Nordschwedens Wildnis in bester Erinnerung und wollten daher die Gelegenheit nutzen, um diesen fantastischen Streckenabschnitt erneut zu passieren. Bei Vilhelmina, wo der Vildmarksvägen beginnt oder auch endet, hatten wir direkt an einem Fluss einen Stellplatz ausfindig gemacht, den wir für die Nacht und als Ausgangspunkt für unser Abenteuer durch das wilde Schwedisch Lappland nutzten.


H I G H L I G H T

Auch wenn Norwegen und Schweden direkt aneinander liegen, unterscheiden sich die Landschaftszüge in den beiden Ländern maßgeblich. Wo Norwegen durch massive und markante Landschaften geprägt ist, glänzt Schweden mit riesigen verlassenen Waldflächen. Es war schön, diesen abrupten Landschaftswechsel beobachten und die Landschaft Schwedens genießen zu können.


W I S S E N S W E R T

Wenn wir einen Roadtrip planen, wo sich das Ziel in weiter Entfernung befindet, hat es sich für uns bewährt, an speziellen Tagen komplett durchzufahren, um Strecke zu machen. Zudem kann man auch den Abend nutzen, um 2-3 Stunden vom einen zum anderen Ziel zu gelangen. So sind wir bisher auch mit kleineren Kindern bestens vorangekommen. Und wenn wir ehrlich sind, befinden sich die schönsten Ziele meistens in weiter Entfernung.







02.07.2023 | Vildmarksvägen und Södra Bränna


V O N U N T E R W E G S

Auf der schwedischen Wildnisstraße! Da uns die schwedische Wildnisstraße, oder auch auf schwedisch der Vildmarksvägen genannt, auf einem unserer vergangenen Roadtrips so gefallen hatte, wollten wir die atemberaubende Wildnis dieser Strecke nochmals erfahren. Von unserem Stellplatz bei Vilhelmina, begaben wir uns daher auf ein Teilstück der 500 km langen Wilndnisstraße. Nach rund 150 km vorbei an wilden und verlassenen Landschaftszügen, erreichten wir in einer Höhe von 876 m unser Ziel Stekenjokk. Das samische Plateau befindet sich auf einer beeindruckenden und sehr rauen Hochfläche. Die 20 km lange Strecke über das Stekkenjo-Plateu ist ohne Zweifel der spannendste Abschnitt des Vildmarksvägen. Unser Ziel war es in diesem Gebiet Rentiere beobachten zu können, was leider nicht geklappt hatte. Nach einer ausgiebigen Pause auf dem Stekenjokk-Plateau, setzten wir unsere Reise fort, bis wir nach einigen Stunden in Södra Bränna angekommen waren. Auf einer kleinen Landzunge, umgeben von einem schönen See in völliger Wildnis, verbrachten wir einen typisch schwedischen Abend. Ein gemütliches Lagerfeuer am See, Angeln und dazu eine leckere Grillwurst mit einem kühlen Bier, umgeben von tiefen Wäldern und völliger Stille, genau das ist es, was Schweden für uns so besonders macht! Die Landzunge in Södra Bränna bietet sich auch bestens zum Übernachten an. Da wir jedoch unserem nächsten Ziel noch etwas näher kommen wollten, verließen wir am späteren Abend Södra Bränna, um nach einigen Kilometern bei Kubbe auf einem ebenfalls sehr schönen Stellplatz für die Nacht unterzukommen.


H I G H L I G H T

Auch wenn die Sichtung der erhofften Rentiere auf dem Vildmarksvägen ausgeblieben ist, war es erneut ein Genuss diese einsame und raue Wildnis zu durchfahren. Eine beeindruckende Hochebene, schneebedeckte Erhebungen, stille Seen und reißende Flüsse machen dieses Gebiet immer wieder zu einem Highlight!


W I S S E N S W E R T

Das Gebiet um das Stekenjokk-Plateau ist aufgrund der großen Schneemengen nur vom 6. Juni bis zum 15. Oktober befahrbar. Zudem gilt auf einem Teilabschnitt um das Plateau, zwischen dem 6. Juni und dem 17. Juli ein ausgeschildertes Halte- und Parkverbot. Rentiere sollen hier während ihrer Kalbe-Saison, und Vögel in ihrer Brutzeit nicht gestört werden.







03.07.2023 | Fjällraven Outlet Själevad


V O N U N T E R W E G S

Auf Schnäppchenjagd! Der schwedische Outdoor-Bekleidungshersteller Fjällräven, gehört für uns zu den erstklassigen Herstellern, wenn es um sehenswerte und robuste Bekleidung geht. Da die Bekleidungsstücke nicht unbedingt in die günstigste Kategorie fallen, besuchten wir in Själevad das Fjällräven-Outlet der schwedischen Ausrüstungskette von Naturkompaniet. Neben dem normalen und großen Sortiment an Outdoorbekleidung, Ausrüstung und Angelzubehör, findet sich hier ein großer Outletverkauf von hochwertigen Marken wie Fjällräven, Patagonia, North Face und einigen mehr. Das Geschäft der Naturkompaniet war uns bereits von unseren vorherigen Reisen nach und durch Schweden bekannt und brachte jedes Mal die schlechte Eigenschaft mit sich, die Kreditkarte zum Glühen zu bringen. Am Ende hat sich hier ein Besuch jedoch jedes Mal gelohnt. Nach unserem Einkaufsrausch verbrachten wir den restlichen Tag auf der Straße. Es galt weiter in den Süden zu gelangen, um am nächsten Tag pünktlich das Fährschiff in Trelleborg zu erreichen. Ein Platz für die Nacht wählten wir für unsere Überfahrt nach Trelleborg direkt im Zentrum von Jöngköpping am Vätternsee, den wir am späten Abend nach zahlreichen zurückgelegten Kilometern erreicht hatten.


H I G H L I G H T

Es ist immer wieder ein Highlight in den Fjällräven-Outlet nach Själevad zu kommen. Auch dieses Mal konnten wir beispielsweise Bekleidung im Wert von 1000 € ergattern, die uns fast nur die Hälfte gekostet haben. Alle Angelfreunde kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten, in einem separaten Bereich, erhaltet ihr alles was das Anglerherz begehrt.


W I S S E N S W E R T

Der Fjällräven-Outlet in Själevad hat sieben Tage die Woche geöffnet. An Sonntagen verringern sich die Öffnungszeiten um wenige Stunden. Ihr habt daher auch die Möglichkeit auf Schnäppchenjagd zu gehen, wenn ihr an einem Sonntag in der Gegend sein solltet. Die aktuellen Öffnungszeiten könnt ihr ganz einfach über Google in Erfahrung bringen.







04.07 - 06.07.2023 | Fährfahrt nach Deutschland und Rückreise


V O N U N T E R W E G S

Wir verabschiedeten uns von Skandinavien! Nachdem wir die restlichen Kilometer bis in den Hafen von Trelleborg hinter uns gebracht hatten, machte unser Schiff der TT-Line um 16:00 Uhr die Leinen los und nahm Kurs auf den Ostseehafen von Travemünde, den wir nach einer angenehmen Fahrt um kurz vor ein Uhr in der Nacht, erreicht hatten. Wir nutzten die Nähe zu Travemünde, um nach der Ankunft auf unserem bereits bekannten Stellplatz zu übernachten. Bevor es dann wieder zurück nach Süddeutschland ging, verbrachten wir noch ein klein wenig Zeit in Travemünde, bei der die Kamera jedoch im Rucksack geblieben ist, was tatsächlich auch mal ganz angenehm ist :). Zurück in der Heimat wurde unser mobiles Zuhause und tapferer Wegbegleiter ausgeladen und auf Vordermann gebracht. Eine, wie gewohnt unkomplizierte, Rückgabe unseres Wohnmobils in Bad Dürrheim läutetet das Ende einer unvergesslichen Reise ein.


F A Z I T

Wow, was für eine Reise! Rückblickend schauen wir als Familie mit zwei kleinen Kindern auf einen wunderschönen und beeindruckenden Roadtrip zurück. Vor allem die sehr markanten und zum Teil schon fast unrealen Landschaften der Lofoten und den Vesterålen, prägten diese Reise und bestätigten unser ausgewähltes Reiseziel. Wie sagt man so schön? Der Weg ist das Ziel, und so konnten wir auf dem Weg zu den norwegischen Inselgruppen, spannende und aufregende Stopps einlegen, die im Ganzen zu einer unvergesslichen Reise beigetragen hatten. Eines kann ich euch sagen, die weite Reise hat sich mehr als gelohnt!


W I S S E N S W E R T

Wusstet ihr, dass es ganz schön viel Zeit und Arbeit in Anspruch nimmt, solch einen Reisebericht zu erstellen? Mein Ziel ist es, euch zu inspirieren und euch nützliche und wertvolle Tipps für die eigene Reiseplanung an die Hand zu geben. Auch ihr könnt mir helfen, indem ihr meine Beiträge teilt und weiter sagt. Natürlich freue ich mich auch immer über einen Kommentar oder Feedback unter meinen Beiträgen. Unter jedem Beitrag findet ihr zudem den Link zu meiner virtuellen Kaffeekasse, wo gern ein Trinkgeld hinterlegt werden darf :). Herzlichen Dank!



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Daniel Rieß
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