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  • AutorenbildDaniel Rieß

Ostseemetropolen mit AIDAprima - Von Kiel nach Tallinn, St. Petersburg, Helsinki und Stockholm

Am Samstag den 14.09.2019 war es wieder soweit. Wir waren bereit unser schwimmendes Hotel zu beziehen um Ziele entlang der Ostsee zu entdecken. Auf unserem Kurs lagen die Städte Tallinn in Estland, St. Petersburg in Russland, Helsinki in Finnland sowie Stockholm in Schweden. Unser Kreuzfahrtschiff war für uns bereits vertraut denn 2018 erkundeten wir mit AIDAprima die Kanaren und Madeira. Trotz herbstlichen Temperaturen konnten wir während unserer einwöchigen Kreuzfahrt wieder einmal tolle und sehr facettenreiche Städte entdecken. Nun wünschen wir Euch viel Spaß bei Eurer Online-Reise entlang der Ostsee. Leinen-Los!

14.09 - 15.09.2019 | Einschiffung in Kiel und Seetag

Da wir vor unserer Schiffsreise bereits ein paar Tage in Lübeck-Travemünde Urlaub machten gestaltetet sich die Anreise von Travemünde aus nach Kiel recht entspannt. Wir konnten problemlos unsere, von der Räderei vorgegeben, Check-In Zeit zwischen 12:30Uhr und 13:30Uhr einhalten. Somit ging auch der Check-In zügig über die Bühne und wir erhielten unsere Bordkarten. Im Anschluss mussten wir unser Fahrzeug für die nächsten sieben Tage abstellen. Hier gibt es im Hafenbereich mehrere Parkhäuser die speziell für Schiffsreisende Langzeitparkplätze anbieten. Wer kein Problem damit hat sein Fahrzeug über mehrere Tage unbewacht am Straßenrand zu parken, kann eine der Seitenstraßen am Rande der Innenstadt nutzen und somit rund 100€ Parkgebühr sparen. Diese Option hatten wir dieses Mal problemlos in Anspruch genommen. Da wir bei unserer letzten Schiffsreise aufgrund unseres Nachwuchses gezwungen waren, durch das Beistellbett eine Balkonkabine zu buchen, hatten wir großes Gefallen an dieser Art von Kabine gefunden. Daher fiel auch dieses Mal erneut die Entscheidung auf die Kabinenklasse mit Freiluftblick auf das Meer. Der Aufpreis lohnt sich immer wieder!

Bevor das Schiff die Reise beginnen konnte, ist vor jedem Reisebeginn die vorgeschriebene Seenotrettungsübung fester Bestandteil und Pflichtprogramm für alle Mitreisenden. Nach dem ausgelösten Probealarm mussten sich alle Reisegäste inklusive Personal mit angelegter Schwimmweste auf der entsprechenden Musterstation einfinden. Pünktlich um 18:00Uhr ertönte dann das Typhon (Schiffshorn) und kündigte das Auslaufen unserer AIDAprima an. So hieß es dann in Begleitung des typischen AIDA-Auslaufsongs, Leinen-Los und Kurs in Richtung Osten. Wir konnten von unserem Balkon aus bei traumhaften Wetter das Auslaufen entlang der gut befahrenen Kieler Förde genießen und freuten uns auf interessante Tage. Den Abend ließen wir bei leckerem italienischen Abendessen im Bella Donna Restaurant ausklingen. Vor allem unser Leon hatte hier großen Spaß. Die sehr herzlichen und gut gelaunten Servicekräfte von den Philippinen hatten einige Späße auf Lager um die kleinsten Gäste an Bord zu unterhalten. Nach dem Abendessen gingen wir eine Weile über das Schiff und machten es uns im Anschluss in unserer Kabine gemütlich. So schnell wie der erste Reisetag gekommen war, verging er bereits auch wieder. Am Folgetag stand bereits unser erster Seetag auf dem Programm! Seetage sind immer eine gelegene Abwechslung um das Schiff zu erkunden, die verschiedene Vielfalt an Aktivitätsmöglichkeiten zu nutzen oder einfach einmal die Füße hoch zu legen um die Seele baumeln zu lassen. Wir schliefen aus, frühstückten in Ruhe und entspannten uns anschließend etwas in unserer Kabine. Zur Mittagszeit nutzte ich das Fitnessstudio während Leon und Sabrina den Wasserspielbereich und das Spielezimmer unsicher machten. Auf AIDAprima stehen sicherlich für jeden Geschmack ausreichend Aktivitätsmöglichkeiten zur Verfügung. Langweilig wird es somit also nicht. Kommt man in den Genuss in einer Balkonkabine zu reisen, kann man sich es auch in der, auf dem Balkon vorhandenen, Hängematte gemütlich machen. Hier lässt es sich z.B. super bei einem netten Buch oder beim einfachen Wellenlauschen entspannen.


Vom Ostseekai hieß es Leinen-Los in Richtung Ostsee



Von unserer Kabine hatten wir beim Auslaufen einen tollen Blick auf das Westufer



Von unserer Kabine hatten wir beim Auslaufen einen tollen Blick auf das Westufer



Der erste Tag auf der Ostsee sah vom Seegang...



...und vom Wetter vielversprechend aus




16.09.2019 | Tallinn

Nach unserem entspannten Seetag lag unser heutiger Zielhafen in der Estländischen Hauptstadt Tallinn. Möchte man in die Vergangenheit eintauchen, macht es die 1000 Jahre alte ehemalige Hansestadt an der Ostsee ihren Besuchern leicht. Die malerische Altstadt mit den zahlreichen kleinen Gassen gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und hat dies unter anderem der Dicken Margarethe zu verdanken, ein ehemaliger Kanonenturm integriert in die sehr gut erhaltene Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert. Wir verließen am Vormittag das Schiff und liefen in die nur wenige hundert Meter vom Hafen entfernte Innenstadt. Ist man uneingeschränkt zu Fuß unterwegs, kann man sich den Shuttlebus dorthin gut sparen und sieht somit noch etwas mehr von seinem Reiseziel. Entlang der Stadtmauer gelangten wir anschließend in die Altstadt die zum Verweilen einlädt. Zahlreiche kleine Geschäfte, Cafes und Restaurants warten darauf von seinen Gästen besucht zu werden. Wir ließen uns ohne Eile durch die Gassen treiben und gelangten eher etwas zufällig auf den Domberg von Tallinn. Hier befand sich auch eines der Highlights unseres Tallinn Besuchs, die Alexander-Newski-Kathedrale. Die nach dem russischen Nationalhelden benannte Kathedrale erleuchtete unter blau strahlendem Himmel in einem dezenten Weiß und Orange. Die Zwiebeltürme erinnerten an die pompösen russischen Kathedralen die man von Fotos bereits kannte und einen weitern Vorgeschmack auf St. Petersburg geben sollte. Wir konnten schönen Fotos schießen und schlenderten danach noch ein Stückchen weiter durch Tallinns Straßen. Leider verschlechterte sich das Wetter am Nachmittag und es begann zu regnen. Wir beschlossen daher zurück zum Schiff zu gehen. Auf dem Rückweg holten wir noch unsere landestypischen handgemachten Einkäufe ab, die wir zuvor in einem kleinen Estländischen Geschäft ergattern konnten. Wenn wir ehrlich sind, hat man das nordeuropäische Estland eher weniger als Reiseziel auf dem Schirm. Tallinn hatte uns persönlich sehr gut gefallen und wäre sicherlich nochmals eine Reise wert. Auch das Umland mit seinen zahlreichen Naturschätzen soll laut Erzählungen für Naturliebhaber und Outdoorfans sehr bereisenswert sein. Vielleicht verschlägt es Dich ja auch einmal nach Estland. Lohnen würde es sich sicherlich!


Ankunft in Estlands Hauptstadt Tallinn



Die dicke Margarethe fungierte ehemals als dickster Kanonenturm



In der Innenstadt findet man zahlreiche kleine Geschäfte



Schöne und Kunstvolle Gebäude schmücken die Altstadt



Kunstvolle Architektur



Zahlreiche schmale Gassen laden zum schlendern ein



Der Marktplatz von Tallinn



Der Marktplatz von Tallinn



Streetstyle in Tallinn



Die Alexander-Newski-Kathedrale von Tallinn



Die Alexander-Newski-Kathedrale von Tallinn



Die Alexander-Newski-Kathedrale von Tallinn



Die Alexander-Newski-Kathedrale von Tallinn



Die Alexander-Newski-Kathedrale von Tallinn



Eine Mönch Statue im Danish King's Garden



Unsere AIDAprima im Hafen von Tallinn




17.09.2019 | St. Petersburg

Am Dienstag den 17. September traffen wir bereits um 08:00Uhr in Russlands zweitgrößter Millionenstadt ein. Ehrlich gesagt war die Vorfreude auf St. Petersburg bei mir am größten. Einige Informationen bereits aus den Medien über Russland entnommen, vergrößerte es den Reiz die russische Kultur und Lebensweise selbst erleben zu dürfen immens. Bevor wir jedoch unseren Fuß auf Russlands Boden setzten konnten, musste ein Plan für die etwas aufwändigere Einreise her. Wer nach Russland als Tourist einreisen möchte, muss bei der Botschaft ein recht aufwändiges Touristenvisum beantragen. Dieses Visum gestattet bei einer Genehmigung, die Aufenthaltsdauer von einem Monat. Für die Anreise mit dem Schiff gibt es jedoch eine Ausnahmeregelung! Erfolgt die Anreise mit dem Schiff, darf in diesem Fall, St. Petersburg nur mit einer offiziellen Reisegruppe besucht werden. Diese Reisegruppe darf nicht verlassen werden. Sprich, eine selbstständige Städtereise mit diversen Wunschzielen, kann vom Schiff aus nur durch angebotene Ausflüge erfolgen. Das Problem ist hier jedoch, dass die zum teil sehr kostenintensiven Ausflüge nicht genau den Vorstellungen der Reisenden entsprechen. Auch bei einer Reise mit Kind, gestaltet es sich für uns eher schwierig, da bei den meisten Ausflügen längere Besuche in Museen enthalten sind. Jedoch gibt es hier mit etwas Recherche eine klasse Option, die auch wir bei unserer Reise nach St. Petersburg in Anspruch genommen hatten. Vor allem in St. Petersburg, gibt es viele selbstständige Reiseführer, die perfekt bis sehr gutes Deutsch sprechen. Holt man sich mehrere Angebote ein, lassen sich bei mehreren Anfragen akzeptable Preise herausfiltern. Wir hatten z.B. eine fünfstündige Städtetour gebucht, die genau auf unsere Vorstellungen zugeschnitten war. Hier ist es wichtig, dass man in der Anfrage bereits seine Wünsche der Reiseleitung mitteilt. Da wir erst sehr spät von den Einreisebestimmungen erfahren hatten, wurden wir glücklicherweise auch noch recht kurzfristig fündig. Eine frühzeitige Buchung empfehlen wir wenn möglich natürlich trotzdem. Was den Preis angeht, hat es keinen großen Unterschied zu den Ausflugspreisen auf dem Schiff gemacht. Am einfachsten gestaltet sich die Suche nach einer privaten Reiseleitung über diverse Suchmaschinen. Gibt man "Reiseleitung St. Petersburg" ein, erhält man zahlreiche Optionen. Wir hatten unsere Reiseleitung bei Sofia Meshcherina von www.petersburgsreisen.com gebucht und waren sehr zufrieden. Am Schiffsterminal wartete bereits unsere super deutsch sprechende Reiseleiterin Anastasia und begrüßte uns herzlich. Nach einer kurzen Begrüßung gingen wir zu unserem Fahrzeug und starteten unser persönliches und auf uns zugeschnittenes St. Petersburg Abenteuer. Um ehrlich zu sein, waren wir zu Beginn noch etwas skeptisch. Dieses unbegründete Gefühl legte sich jedoch schnell. Anastasia studierte in Deutschland und ist gebürtige St. Petersburgerin. Somit konnte Sie uns perfekt mit Informationen über die Mega-City an der Ostsee versorgen. Unser erstes Ziel war der ehemalige Winterpalast und das heutige Kunstmuseum Eremitage. Bereits der Weg dort hin war sehr interessant. Hier sah es es einfach aus, wie man es sich in Russland vorstellte. Wir besuchten das Eremitage nicht von Innen sondern hielten uns auf dem riesigen Vorplatz mit Blick auf das Museum auf. Auch hier erhielten wir interessante Informationen von Anastasia und hielten unsere Eindrücke per Fotokamera fest. Es war recht frisch und wie man es kaum anders von St. Petersburg kannte, bewölkt. Nebenbei erfuhren wir, dass es in St. Petersburg jährlich nur ca. 60 Sonnentage gibt. Das machte natürlich auch die frischen Temperaturen aus, die auch wir recht schnell zu spüren bekamen. Somit machten wir uns nach einer halben Stunde am Eremitage wieder zurück zu unserem Fahrzeug. Unser nächstes Ziel ist wohl eines der bekanntesten in St. Petersburg. Unser Weg führte uns zur Auferstehungskirche die auch unter dem Namen Blutskirche bekannt ist. Der Name kommt nicht von irgendwo her. Das von 1883 - 1912 erbaute Gebäude wurde genau an der Stelle erbaut, wo der ehemalige Kaiser Russlands, Alexander der Zweite einem blutigen Attentat zum Opfer viel. Eine wirklich schöne Kathedrale die zu unserem Besuch leider teilweise eingerüstet war. Bevor wir unser nächstes Ziel, das Hard Rock Cafe St. Petersburg besuchten, fuhren wir über den Newski Prospekt. Der Newski Prospekt ist eine 4,5km lange Prachtstraße im historischen Stadtzentrum. Hier reihen sich Geschäfte und historische Palais dicht aneinander. Wir spazierten an der Kathedrale entlang um diese aus den verschiedenen Perspektiven begutachten zu können. Neben vielen Touristen tummelten sich hier auch viele Musiker, Künstler und Straßenverkäufer die typische Souvenirs verkaufen wie zum Beispiel die Matrjoschka. Nachdem wir im Hard Rock Café die gewohnten Einkäufe getätigt hatten, fuhren wir über die Nikolaus-Marine-Kathedrale zur Isaakskathedrale. In der riesigen Kathedrale, die eine der größten sakralen Kuppelbauten ist, finden bis zu 10.000 Menschen Platz. In St. Petersburg reiht sich ein pompöses und riesiges Gebäude an das andere und beeindruckte uns sehr.

Unsere Zeit neigte sich schon wieder langsam dem Ende zu. Bevor wir wieder zurück zum Schiff fuhren, legten wir einen Halt am Ufer des Flusses Newa ein. Von hier aus hatten wir einen tollen Blick auf die Peter-Paul-Festung und einen Teil der Stadt. Mit diesem Blick verabschiedeten wir uns zugleich von St. Petersburg und machten uns auf den Rückweg zum Schiff. Auf dem Weg zum Hafen und von unserem Liegeplatz aus konnten wir in der Ferne das momentan höchste europäische Gebäude bewundern. Der 462m Lakhta Center Tower könnte nicht moderner sein und steht im klaren Kontrast zur restlichen Stadt. Am Schiff wieder zurück, verabschiedeten wir uns von Anastasia und unserem Fahrer. Rückwirkend konnten wir auf einen ereignisreichen und sehr interessanten Tag zurückblicken. Mit unserem kleinen Abenteuer der persönlichen Reiseleitung hatten wir aus unserer Sicht alles richtig gemacht und konnten somit sicherlich noch ein Stück mehr an Wissen erlangen als bei einer Gruppenreise. 


Das Eremitage St. Petersburg



Das Eremitage St. Petersburg



Der Palace Square zwischen Eremitage und Generalstabsgebäude



Die Alexandersäule auf dem Palace Square



Pompöse Gebäude wohin das Auge reicht 



Das Generalstabsgebäude mit seiner 580m langen bogenförmigen Fassade 



Die Auferstehungskirche von St. Petersburg



Die Auferstehungskirche von St. Petersburg


Die Auferstehungskirche von St. Petersburg



Die Auferstehungskirche von St. Petersburg



Die Nikolaus-Marine-Kathedrale von St. Petersburg



Die Nikolaus-Marine-Kathedrale von St. Petersburg



Die Isaakskathedrale von St. Petersburg



Die Rostrasäule auf der Wasilij-Insel entlang des Newa



Am Newa Ufer mit Blick auf die Peter-und-Paul-Festung



Der Lakhta Center Tower mit 462m ist das höchste Gebäude Europas