• Daniel Rieß

Dolce Vita auf Sizilien - Im Winter auf der Insel des Etna

Antike süditalienische Städte, beeindruckende Natur und ein mediterranes Lebensgefühl. Im Winter und zur Jahreswende auf der größten Insel des Mittelmeers. Bei bestem Wetter, einer typischen und leckeren sizilianischen Kulinarik, vom Mittelmeer über den Parco dell'Etna, bis in das Landesinnere nach Piazza Armerina. Wenn sich die, im Sommer doch so heiße und trockene, Mittelmeerinsel im Winter in ein grünes und fruchtbares Paradies verwandelt und sich von ihrer feinsten Seite zeigt. Willkommen auf der Insel des Etna, willkommen im süditalienischen „La Dolce Vita“ von Sizilien!

Was gibt es schöneres, als im schmudelligen und kalten deutschen Winter, in die warme und angenehme Sonne zu entfliehen?! Gesagt getan, so ging es für uns als Familie nur wenige Tage vor der Jahreswende auf die größte Insel des Mittelmeers, nach Sizilien. Unsere Unterkunft befand sich direkt an der Ostküste Siziliens, im bekannten Ferienort Giardini Naxos. Die optimale Lage unserer Unterkunft direkt an der Strandpromenade von Giardini Naxos, in Verbindung mit dem super schönen und sonnigen Wetter, sorgte für ein vielfältiges Reiseerlebnis bestehend aus Entspannung am Strand und zahlreichen Höhepunkten in den Bereichen Natur und Kultur. Der Fokus unserer Reise lag auf der Ostküste Siziliens sowie auf dem Landesinneren bis nach Piazza Armerina. Neben den antiken, temperamentvollen und teilweise auch hektischen Städten und Gemeinden, war der Parco dell'Etna mit dem Herrscher Siziliens - dem Vulkan Etna - eines unserer absoluten Highlights unserer Sizilienreise. Mit einer Höhe von über 3300m über dem Meeresspiegel war der größte Vulkan Europas ein stetiger Begleiter während unseren Reiseaktivitäten. Die direkte Entdeckungstour am Fuße des Etna mit unseren Guides von Etna Discovery, setzte unserem persönlichen und exklusiven Naturerlebnis letztlich die Krone auf. Neben den besagten Erlebnissen waren wir zudem von der, im Winter herrschenden, Vegetation auf Sizilien begeistert. Ich kannte Sizilien bereits nur aus den heißen, trockenen und kargen Sommermonaten. Der sizilianische Winter, mit seinem angenehmen milden Klima, verwandelte die Insel jedoch in ein grünes und fruchtbares Land, welches mir so noch nicht bekannt gewesen war. Zuletzt wäre da noch die süditalienische Küche mit ihren mediterranen und traditionellen Köstlichkeiten, die jeden Feinschmecker zum Schwärmen bringt. Wie ihr sehen könnt, hat die italienische Mittelmeerinsel, zahlreiche Schätze zu bieten, die darauf warten entdeckt zu werden. Daher geht Sizilien mit diesem Reisebericht als definitiver Geheimtipp an all die Reisenden raus, die sich neben schönen Stränden und gutem Essen, ein buntes und vielfältiges Repertoire an Entdeckungsmöglichkeiten wünschen. Einen klitzekleinen Vorgeschmack, gibt es bereits mit dem folgenden Video!




30.12.2021 | Anreise nach Sizilien

Unsere Reise auf die größte Insel des Mittelmeers begann am Donnerstagmorgen mit der Fahrt zum Flughafen Stuttgart. Nachdem wir uns zum Check-in, in die Schlange unserer Fluggesellschaft eingereiht hatten, kam kurzweilig Hektik auf. Da sich ein unbeaufsichtigtes Gepäckstück unmittelbar in unserem Bereich befand, sperrte die Bundespolizei sicherheitshalber einen gewissen Radius um das Gepäckstück ab. Schnell konnte jedoch durch die Beamten, wieder Entwarnung gegeben werden, was am Ende nur eine geringe Flugverspätung zur Folge hatte. Unser gebuchter Eurowings-Flug nach Sizilien, wurde auf unserer Hinreise durch die Air Baltic Fluggesellschaft durchgeführt, welche uns ebenfalls mit einem angenehmen Flugerlebnis überzeugte. Nachdem wir den Flughafen Stuttgart gegen 11:50Uhr verlassen hatten, genossen wir einen sehr angenehmen Flug in Richtung Sizilien. Zum ersten Mal waren wir zudem zu viert unterwegs auf Reisen. Unsere kleine Tochter durfte bereits mit ihren drei Monaten den ersten kleinen Flug hinter sich bringen. Sie zeigte sich von der Fliegerei jedoch recht unbeeindruckt und legte sich lieber über fast die komplette Flugdauer zur Ruhe. Wie man sehen konnte wächst hier eine weitere Vielfliegerin und Weltenbummlerin heran. Nach einer Flugdauer von rund zwei Stunden setzte unsere Maschine auf dem Flughafen von Catania auf. Nachdem wir unser Gepäck abgeholt und die Formalien für unseren Mietwagen erledigt hatten, fuhren wir in den Küstenort Giardini Naxos, der rund 45km vom Flughafen Catania-Fontanarossa entfernt war. Das Wetter hätte mit strahlendem blauen Himmel und einer Außentemperatur von 20°C zu dieser Jahreszeit kaum besser sein können. Besonders beeindruckt, waren wir auf unserer Fahrt nach Giardini Naxos vom majestätischen Herrscher der Insel, dem Vulkan Etna, welcher uns während fast der gesamten Reise, mit seinem schneebedeckten Gipfel zur Seite stand. Als wir am Nachmittag in Giardini Naxos ankamen, wurde uns unsere gebuchte Wohnung, die sich genau an der bekannten Lungomare Promenade mit direktem Meerblick befand, auf freundlicher Weise von der Schwester des Eigentümers übergeben. Hier der Link zur Unterkunft. Wir räumten unser Gepäck in unsere Wohnung und genossen es wieder am Meer zu sein. Besonders der tolle Ausblick aus dem 3. Stock auf das Mittelmeer und die Umgebung, hatte es uns angetan. Da wir noch etwas für das Abendessen einkaufen mussten, nutzten wir diese Gelegenheit, um uns den ersten Eindruck von Giardini Naxos zu verschaffen, indem wir zu Fuß entlang der schmalen Lungomare Promenade zum nächstgelegenen Supermarkt schlenderten. Es war nett hier, eben typisch sizilianisch und bestens geeignet für unsere geplanten Unternehmungen in das Umland Siziliens. Wir waren auf die bevorstehenden Erlebnisse und Eindrücke gespannt!


Mit Air Baltic ging es von Stuttgart nach Catania



Über die Alpen führte uns unser Weg in den Süden Europas



Unsere modern eingerichtete Wohnung befand sich in Giardini Naxos



Die geräumige Wohnung glänzte mit direktem Meerblick



Mit drei Schlafzimmern hätten hier auch größere Familien ausreichend Platz



Vom Balkon aus hatten wir einen tollen Blick auf Giardini Naxos und auf das Meer




31.12.2021 | Giardini Naxos und das Umland bis Piazza Armerina

Durch die aufgehende Sonne und dem Klang des Meeres, wurden wir an unserem ersten Morgen auf Sizilien bereits mit einem traumhaften warmen Licht in Giardini Naxos geweckt. Ich wollte diese tolle Stimmung aus einer ganz besonderen perspektive festhalten und nutzte daher meine Drohne für einige Luftaufnahmen. Am letzten Tag des Jahres führte uns unser Weg mit unserem Mietwagen in das Landesinnere der Insel. Ich war bereits in jungen Jahren oft im Sommer auf Sizilien gewesen. Erinnerungen an sehr heiße Temperaturen und trockene Landschaften waren noch in meinem Gedächtnis verankert. Daher wollte ich mir zu dieser Jahreszeit unbedingt das Inland der Insel ansehen. Unser Ziel war die etwa 140km entfernte Kleinstadt Piazza Armerina, die sich in der Provinz, Enna befand. Piazza Armerina besticht mit einer historischen Altstadt, die mit ihren markanten Gotteshäusern und Kuppeln auf einem in die Höhe ragenden Bergrücken liegt. Auf der Fahrt nach Piazza Armerina konnten wir uns während unserer gemütlichen Autofahrt die Landschaft ansehen. Auch unsere Fahrt in das Landesinnere war großteils durch die Anwesenheit des markanten Vulkans Etna geprägt. Unser Weg führte uns vorbei an grünen Obstplantagen, die voll mit orangen und gelb leuchtenden Zitrusfrüchten bewachsen waren. Als an einer Straßenkreuzung ein älterer Herr saß, um die verschiedenen Früchte zu verkaufen, nutzten wir die Gelegenheit, um diese gleich einmal zu probieren. Umso weiter wir in das Landesinnere kamen, umso hügeliger wurde auch die Landschaft. Man merkte wie die angenehmeren Temperaturen im Vergleich zum Sommer der gesamten Vegetation guttaten und sich diese in den verschiedensten Farben prächtig entfalten konnten. Nachdem wir den Ort Mirabella Imbaccari erreicht hatten, welcher geprägt durch eine enge Verbundenheit zu einigen Gemeinden in Süddeutschland und dessen dort lebenden Sizilianern ist, war es nicht mehr weit nach Piazza Armerina. Von Mirabella Imbaccari aus, wurden die Straßen jedoch noch schmaler, enger und abenteuerlicher. Riesengroße Kakteen wuchsen zum Teil in die Fahrbahn hinein und füllten im nächsten Augenblick ganze Anbauflächen aus. Die zu den Kakteen dazugehörigen Kaktusfeigen, sind auf der größten Mittelmeerinsel nämlich eine süßschmeckende Frucht und gehören zu Sizilien mindestens genauso dazu, wie der Etna. Unser Weg führte uns weiter vorbei an bunten Obstgärten und saftigen Eukalyptuswäldern. Als wir Piazza Armerina erreicht hatten, fuhren wir direkt in die Altstadt und parkten unser Auto in der Nähe einer größeren Kirche, um dann unseren Weg zu Fuß fortsetzen zu können. Viele kleine, schmale und typisch süditalienische Gassen mit historischen Bauwerken zeichneten das Bild der Altstadt. So ansehnlich diese auch war, mussten wir leider feststellen, dass dieser Ort zumindest zu unserer Reisezeit sehr verlassen war. So gut wie alle Geschäfte, Bars und Restaurants, an denen wir vorbeikamen, hatten geschlossen. Zudem waren die Straßen wie leergefegt. Nach unserem Spaziergang durch die Altstadt von Piazza Armerina, machten wir uns daher am späten Nachmittag auch schon wieder auf den Rückweg an die Ostküste Siziliens. Als wir am Abend wieder zurück in Giardini Naxos waren, ließen wir den Silvesterabend völlig unspektakulär von statten gehen. Ein paar vorzeitig angezündete Wunderkerzen brachten die Augen unseres Sohnes bereits vor null Uhr zum Leuchten, was uns am meisten Freude bereitetete. Zum Jahreswechsel beobachteten wir das, nicht allzu lang andauernde, Feuerwerk von unserem Balkon aus und gingen anschließend mit großer Vorfreude auf den nächsten Tag zu Bett.


Am frühen Morgen tauchte die aufgehende Sonne die Mittelmeerinsel in ein warmes Licht



Der Vulkan Etna war zu jederzeit präsent



Die Wintermonate sorgten für eine saftig grüne Vegetation auf der Insel



Wir bahnten uns unseren Weg in das Inland Siziliens



Nach einiger Zeit erreichten wir den Ort Mirabella Imbaccari



Mirabella Imbaccari pflegt zu verschiedenen Gemeinden in Süddeutschland eine enge Verbundenheit



Kakteenplantagen auf dem Weg nach Piazza Armerina



Die Stadt Piazza Armerina gilt als touristenfreundlicher Ort



In der Altstadt von Piazza Armerina



Historische Bauwerke schmücken den Stadtkern



Wir schlenderten durch die Gassen und Straßen der Altstadt



Verschiedene Gotteshäuser prägten die Altstadt




01.01.2022 | Giardini Naxos und Castelmola

Happy new year und ein frohes neues Jahr. Wir wollten den ersten Tag im neuen Jahr 2022 trotz dessen, dass wir zur Jahreswende, verhältnismäßig früh im Bett waren, entspannt angehen lassen und hatten uns daher am Neujahrstag kein großes Programm vorgenommen. Ganz im Gegenteil, wir ließen den Tag mehr oder weniger einfach auf uns zu kommen. Durch die wunderbare Lage unserer Unterkunft an der Lungomare von Giardini Naxos und den super angenehmen Temperaturen um die 22°C, nutzten wir den direkt vor unserer Haustür liegenden Strand, um uns etwas zu entspannen. Wir schlenderten den Strand entlang und ließen uns, während dem angenehmen Wellenrauschen die Sonne in unsere Gesichter scheinen. Nachdem wir eine Weile am Strand entlang gegangen waren, machten wir es uns an einer Strandbar gemütlich und ließen es uns mit typischen sizilianischen Leckereien so richtig gut gehen. Wenn auch ihr einmal auf Sizilien sein solltet, müsst ihr unbedingt meine drei folgenden Lieblingsköstlichkeiten probieren:


Granita con Brioche: Das unglaublich leckere Sorbet, ist die sizilianische Antwort auf Sommerhitze! Die kalte und erfrischende Granita, erhält man auf Sizilien in verschiedenen Geschmackssorten und hauptsächlich in den Sommermonaten. Vor allem das Sorbet aus sizilianischen Zitronen, Pistazien oder Mandeln ist ein absoluter Gaumenschmaus. Eine Granita wird auf Sizilien bereits als erfrischendes Frühstück mit einem warmen Brioche gegessen. Zum Verzehr zupft ihr am besten kleine Stücke des warmen und leicht süßlich schmeckenden Hefegebäcks ab und tunkt es genüsslich in die erfrischende Kaltspeiße. Mir läuft gerade beim Schreiben das Wasser im Mund zusammen :).


Arancini: Die goldgelb frittierten Reisbällchen gibt es auf der größten Insel des Mittelmeers fast an jeder Ecke und ausschließlich auf Sizilien zu verkosten. Als Snack auf die Hand, werden die Reisbällchen mit den verschiedensten Füllungen angeboten. Ich persönlich bevorzuge und empfehle hier die klassische Variante „al Ragù“, welche mit Tomatensoße, Hackfleisch, Erbsen und Käse gefüllt sind.


Canolli: Als süße Nachspeise empfehle ich euch unbedingt die leckeren sizilianischen Cremerollen zu probieren. Das süße Rundgebäck gibt es in verschiedenen Größen und in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Meine absoluten Favoriten, sind hier die Canolli mit der weißen Ricottafüllung, welche zum einen nicht ganz so süß schmecken und einfach nur köstlich sind.



Diese kulinarischen Tipps, solltet ihr euch auf Sizilien daher wahrlich auf der Zunge zergehen lassen! Nachdem sich unser Sohn noch etwas am Strand vergnügt hatte, gingen wir am späteren Nachmittag wieder zurück in unsere Wohnung um anschließend in die kleine Gemeinde Castelmola zu fahren, die nur 10km von Giardini Naxos entfernt war. Der kleine Ort zählt nur rund 1000 Einwohner und liegt auf dem Gipfel des Monte Tauro. Die Lage der Gemeinde ist mehr als beeindruckend. Wir kamen mit der fast schon untergegangenen Sonne an diesem Ort an, welcher zum Ende des Tages definitiv Gänsehautcharakter mit sich brachte. Der Blick von Castelmola auf dem schneebedeckten Etna und die darunter im Tal liegende Küstenlandschaft in Verbindung mit den Ausläufern des gelborangen leuchtenden Himmels, sorgte in Kombination für unvergessliche Augenblicke, welche das neue Jahr nicht besser hätten beginnen lassen, können.


Unsere Wohnung befand sich im 3. Stock dieses Wohngebäudes und direkt an der Lungomare Promenade



In nur wenigen Schritten erreichten wir den Strand



In dieser Strandbar machten wir es uns gemütlich



Bringe Kinder ans Meer und sie werden glücklich sein



Der Strand von Giardini Naxos



Am späten Nachmittag verabschiedete sich die Sonne zwischen Etna und Kakteen



Der Vorplatz des Parco delle Rimembranze in der Gemeinde Castelmola



Die untergehende Sonne versetzte die Landschaft in ein wunderschönes Licht



Der Herrscher Siziliens zeigte sich wieder einmal von seiner ganz besonderen Seite




02.01.2022 | Siracusa

Entlang der Ostküste ging es in die sizilianische Stadt Siracusa, welche im deutschen Sprachgebrauch auch Syrakus genannt wird. Die Küstenstadt soll zu einem der schönsten Reiseziele Siziliens gehören, von dem wir uns selbst überzeugen lassen wollten. Unser Ziel war der historische Stadtkern Ortigia, welcher sich auf der vorgelagerten Kalksteininsel, Isola di Ortigia befand. Wer sich in diese geschichtlich geprägte Altstadt hineinwagt, schlendert durch enge Gassen mit teils wunderschönen Häuserfassaden, die im Barockstil erbaut wurden. Genau das taten wir auch und ließen uns mit einem gewissen Hauch an süditalienischem Flair durch diesen malerischen Ort treiben. Vorbei an zahlreichen kleinen Cafés, Restaurants und Geschäften, hatte man manchmal das Gefühl, durch ein großes Labyrinth zu gehen. Nachdem man eine Gasse passiert hatte, zeigte sich am Ende dieser immer wieder das hervorblitzende blau leuchtende Meer. Neben den schönen altertümlichen Wohngebäuden befindet sich im alten Stadtkern von Siracusa auch ein Großteil der historischen Bauten und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Besonders gut hat uns hier die Piazza Archimede gefallen, die dem berühmten griechischen Mathematiker Archimedes gewidmet wurde. Ein besonderer Blickfang neben den schönen Palästen, war der Jugendstilbrunnen im Zentrum der Piazza. Das Brunnenmotiv, zeigt die Geschichte der Nymphe Arethusa, die mit Hilfe der Göttin Artemis in eine Quelle verwandelt wurde. Unsere Erkundungstour durch die historische Altstadt von Siracusa brachte neben den ganzen spannenden Eindrücken auch unsere Mägen zum Knurren. So kehrten wir zum Mittagessen in einem kleinen süßen sizilianischen Restaurant ein, welches von einem älteren Ehepaar geführt und bewirtschaftet wurde. Vor allem die Nähe zum Meer zeigte sich mit zahlreichen Fischvariationen in der Speisekarte wieder. Wir hatten den Eindruck im Wohnzimmer einer typisch sizilianischen Familie zu sitzen, die uns nach traditioneller Hausmannskost bekocht. Neben einem köstlichen Orangen-Salat mit Zwiebeln, durften wir hier unsere verschiedenen Spaghetti Gerichte genießen. Zum Ende unseres Besuchs in der Altstadt von Siracusa, kamen wir an den Überresten des Apollontempel vorbei, der sich auf der Piazza Pancali befand. Der Tempel wurde um 570 v. Christus errichtet und ist somit der älteste dorische Tempel Siziliens. Heute sind nur noch das Fundament, einige Säulen und ein Teil der Mauer des Bauwerks erhalten. Wir duften einen sehr schönen Tag mit vielen Eindrücken in der Altstadt von Siracusa erleben und können diesen Ort während einer Reise durch Sizilien jedem nur wärmstens ans Herz legen. Hier gibt es das ganze temperamentvolle süditalienische Leben auf einem überschaubaren Raum zu erleben.


Unterwegs im historischen Stadtkern von Siracusa



Traditionelle Statuen



Schöne und markante Bäume im Giardino Aretusa



Die Küstenspitze der Isola di Ortigia



Romantische Türen in der Altstadt von Siracusa



Das Castello Maniace



Schmale und schöne Gassen prägen das Stadtbild



Die typische sizilianische Kaktusfeige



Dolce Vita



Altertümliche Gebäude im Barockstil



Wunderschöne Wohnhäuser im süditalienischen Lebensstil



Der Artemis Brunnen auf der Piazza Archimede



Leckere Spaghetti aus der traditionellen italienischen Küche



Die Überreste des Apollontempel



Am Abend endete unser schöner Besuch in Siracusa




03.01.2022 | Giardini Naxos, Castelmola und Taormina

Während wir Erwachsenen auf Reisen gerne so viele spannende Orte wie möglich besuchen würden, ist es, wenn man mit Kindern reist, umso wichtiger, für alle Reisenden die richtige Balance zwischen Land und Leute entdecken, Spiel und Spaß für die Kinder und eine gewisse Entspannung für Alle mit in die Reiseplanungen einfließen zu lassen. Genau aus diesem Grund verbrachten wir auch nochmal Zeit an unserem Hausstrand in Giardini Naxos. Erst am Nachmittag verließen wir den Ort, um nochmals auf den Monte Tauro zu fahren, auf welchem sich die kleine Gemeinde Castelmola befand. Ich wollte hier unbedingt nochmal den kleinen Vorplatz des Parco delle Rimembranze besuchen, von welchem man einen grandiosen Blick auf den Vulkan Etna hatte. Die wenigen Bänke auf dem Vorplatz des Parks luden zum Verweilen und Genießen ein. Zugegebenermaßen konnte ich hier jedoch kaum still sitzen bleiben. Dieser Ort kristallisierte sich nämlich zu einem absoluten Foto-Hotspot heraus, den ihr unbedingt besuchen müsst, falls ihr einmal in der Nähe oder zu Besuch in Taormina sein solltet. Taormina war ein gutes Stichwort. Nach unserem Besuch auf dem Monte Tauro, begaben wir uns nämlich in die nur wenige, von Castelmola, entfernte und auf Sizilien sehr bekannte Gemeinde Taormina. Über das Stadttor Porta Messina gelangten wir auf die Fußgängerzone und Einkaufsstraße von Taormina. Hier verschmelzte die Antike mit der Moderne. Wir erkundeten über die Corso Umberto, das Zentrum von Taormina bei Dunkelheit, welches durch zahlreichen Lichterketten und Geschäfte hell erleuchtet war. Auf halber Strecke entlang der Corso Umberto, gelangten wir auf die Piazza IX Aprile. Neben der schönen Lage hat man auch von hier einen wunderbaren Blick auf die in der Ferne liegende Umgebung. Wir flanierten gemütlich entlang der Fußgängerzone und statteten dem Flagship-Store der sizilianischen Bekleidungsmarke „Sicula Mente“ einen Besuch ab. Hier werden traditionelle Objekte in coole und fetzige Kleidungsstücke, Taschen und Kopfbedeckungen eingearbeitet. Neben der schönen Einkaufsstraße, weckten die immer wieder seitlich weglaufenden und schmalen Gassen unser Interesse. Immer wieder gab es hier schöne Details zu entdecken. Am Ende der Corso Umberto gelangten wir dann an das zweite Stadttor von Taormina, an das Porta Catania. Hier endete dann schließlich auch unser Besuch in Taormina. Uns hatte es hier am Abend so gut gefallen, dass wir etwas enttäuscht waren diesen Ort nicht bei Helligkeit besucht zu haben, was sich sicherlich sehr gelohnt hätte.


Wir genossen nochmals die Zeit am Strand von Giardini Naxos



Das glasklare Wasser war einladend



Giardini Naxos



Auf dem Weg nach Castelmola hatte man verschiedene Weitblicke



Der Vorplatz des Parco delle Rimembranze wurde zu einem meiner Lieblingsplätze



Castelmola entwickelte sich zum perfekten Foto-Spot



Erdkunde zum Anfassen



Etnaliebe



Der Himmel tauchte die Landschaft in die verschiedensten Farben



Entlang der Corso Umberto gelangten wir an den Duomo di Taormina



Die Piazza IX Aprile



Re di Bastoni



Schmale, kleine und geheimnisvolle Gassen



Die hell beleuchtetet Corso Umberto von Taormina




04.01.2022 | Parco dell‘Etna

In der kleinen sizilianischen Gemeinde Trecastagni, welche sich 15km von Catania entfernt befindet und am südlichen Hang des Vulkans Etna liegt, hatte ich ein ganz besonderes Treffen organisiert. Pünktlich um 10:00Uhr erwarteten uns Giovanna und Daniele von Etna Discovery. Gemeinsam wollten wir mit einem 4x4 Geländewagen den Parco dell’Etna auf eine ganz besondere Art und Weise erkunden gehen. Von Trecastagni aus, machten wir uns auf den Weg in den Parco dell’Etna. Unsere Fahrt führte uns an einigen kleinen Ortschaften vorbei, in denen uns zum ersten Mal bewusst wurde, welche Energie in diesem Gebiet unter der Erde steckte. Auch wenn der letzte markante Ausbruch des Etnas bereits einige Zeit in der Vergangenheit lag, konnte man immer noch zum Teil durch Erdbeben stark beschädigte Häuser und Kirchen antreffen. Ein Erdbeben ist in einem Vulkangebiet meistens ein sicherer Vorbote für eine vulkanische Aktivität, die meistens auch eine gewisse Zerstörung mit sich bringt. Unser erstes Ziel im Parco dell’Etna war eine kleine Kapelle, die sich unmittelbar am Straßenrand der Via Mareneve befand. Besonders beeindruckend zu sehen war hier, wie frühere Lavaströme direkt an dieser Kapelle vorbei geströmt sind, diese jedoch von den Lavamassen verschont wurde. Der Glaube an eine gewisse Gotteshand, welche hier im Spiel gewesen sein musste, macht dieses kleine Gotteshaus so besonders. Wir setzten unseren Weg fort und bogen nach einigen Kilometern links in einen schmalen Feldweg ein, welcher sich nach wenigen Metern in eine kaum passierbare Piste bestehend aus Lavagestein entwickelte. Daniele hielt unseren Geländewagen kurz an, schaltete den Allrad zu und bahnte sich mit uns einen wackeligen Weg bis vor in das sogenannte Valle del Bove oder übersetzt auch Ochsen-Tal genannt. Wow, was für ein magischer und stiller Ort, direkt unterhalb der unterschiedlichen Erhebungen des Etnas. Das Valle del Bove ist ein Ort, an dem sich frühere Lavaströme aus den verschiedenen Kratersystemen getroffen und vereint haben. Dabei wurden zum Vorteil der Anwohner des Etnagebiets, die Lavaströme gebremst und teilweise sogar von den Dörfern zurückgehalten. Man kann sich das Ochsen-Tal auch unter einem Auffangbecken der letzten Lavaströme vorstellen. Vor uns lag ein riesengroßes schwarzes Lavafeld, welches unaufhaltsam ganze Felsformationen umschlungen hatte. Das Valle del Bove war ein sehr beeindruckender Ort und wurde zu einem definitiven Highlight unserer Tour durch den Regionalpark des Etnas. Nach einer kleinen und sehr beeindruckenden Wanderung durch dieses Tal, setzten wir unseren Weg in Richtung Rifugio Citelli fort. Das Berghaus am nordöstlichen Fuße des Etnas, wurde von Salvatore Citelli erbaut. Nach seinem Tod spendete er das auf einer Höhe von 1741 Metern über dem Meeresspiegel liegende Gebäude der Gemeinde Sant’Alfio. Das Berghaus wird noch heute bewirtschaftet und bietet mit seiner Terasse einen traumhaften Blick auf die Ostküste Siziliens, das italienische Festland und natürlich auf das dahinter liegende Etnagebiet. Wir nutzen das Rifugio Citelli für eine kleine Getränkepause, bei der es uns neben einer Erfrischung besonders wichtig war, die unter der weiter anhaltenden Corona-Pandemie, leidenden Tourismusbetriebe zu unterstützen. Nach unserer kleinen Pause am Rifugio Citelli, stand eine weitere kleine und einstündige Wanderung auf unserem Programm. Nur wenige Kilometer vom Rifugio entfernt, hielten wir umgeben von zahlreichen Birken, am Zugang zu den Monti Sartorious. In diesem Gebiet, lassen sich Wanderungen in verschiedenen Längen und Schweregrade durchführen. Geprägt sind die unterschiedlichen Wanderungen durch zahlreiche kleine Vulkankrater und interessanten Ausblicken. Auch wir nutzten mit Giovanna die Gelegenheit, um uns einen Überblick dieses Gebiets zu verschaffen und konnten währenddessen viele neue und fachlich sehr gut vermittelte Informationen über den Etna und das weitläufige Gebiet erfahren. Zum krönenden Abschluss unseres Tages im Parco dell’Etna, ging es dieses Mal anstatt in die Höhe, tief hinunter. Abschließend besichtigten wir nämlich die Grotta die Ladroni oder übersetzt, die Grotte der Räuber. Nachdem wir unsere Helme angelegt, und das nötige Equipment wie Lampen und Seile zusammengepackt hatten, stiegen wir über eine steil in die Tiefe fallende Steintreppe hinunter in die dunkle Lavagrotte. Von Giovanna und Daniele wurden uns die verschiedenen durch die Lava entstandenen Gesteinsschichten gezeigt und erklärt. In der Grotta die Ladroni wurde früher im Winter zudem Schnee und Eis gesammelt, gepresst und verkauft. Wodurch die erste Granita, das köstliche sizilianische Zitonensorbet, hergestellt wurde. Nach unserem Besuch in der Lavagrotte der Räuber verabschiedeten wir uns mit unfassbaren Eindrücken vom Parco dell’Etna und später zurück in Trecastagni auch von unseren Freunden Giovanna und Daniele mit einem herzlichen Dankeschön! Wenn ihr auf Sizilien diesem höchst beeindruckendem Naturwunder ebenfalls einen Besuch abstatten möchtet, solltet ihr unbedingt mit den professionellen Guides von Etna Discovery auf Tour gehen. Spannende Eindrücke, Fachinformationen und geheime Orte, werden diesen Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.


In Trecastagni startetet unsere Erkundungstour zum größten Vulkan des Mittelmeers



Für die Gemeinden am Fuße des Etnas ist der Vulkan Fluch und Seegen zugleich



Im Parco dell'Etna führte unser Weg an diese kleine Kapelle



Vergangene Lavaströme verschonten das kleine Gotteshaus



Wir näherten uns dem Herrscher Siziliens



Das nächste Ziel war das Valle del Bove



Im Ochsental mit unseren Guides Giovanna und Daniele



Lavaströme machten nicht vor jedem Gebäude Halt



Das Rifugio Citelli auf 1740m über dem Meeresspiegel



Im Inneren des Rifugio waren Bilder von den verschiedensten Ausbrüchen zu betrachten



Nach einer Pause im Rifugio Citelli ging es weiter durch die Vulkanlandschaft



Ein weiteres Ziel im Parco dell'Etna waren die Monti Sartorius



Uns erwartete eine beeindruckende Landschaft



Die bergähnliche Landschaft ist ein riesiges Vulkansystem



Der Blick von den Monti Sartorius reichte bis auf das italienische Festland



Unser letztes Ziel im Etnagebiet war die Grotta die Ladroni



Anstatt in die Höhe ging es nun mit einem Seil in die tiefe Dunkelheit



In der Grotte lauschten wir den letzten Informationen unseres Vulkanführers




05.01.2022 | Catania

Temperamentvoll und vor allem chaotisch sollte es an unserem vorletzten Tag auf Sizilien zugehen. Mit einem Besuch der zweitgrößten Stadt Siziliens, tauchten wir in das laute, hektische und organisierte Chaos der Stadt Catanias ein. Schon der Weg in die Innenstadt der rund 312.000 Einwohner große Stadt, gestaltete sich abenteuerlich. Es gibt zwar Verkehrsregeln, daran gehalten hatten sich jedoch die wenigsten. Hier ging es nur darum, egal auf welchem Wege, so schnell wie möglich an sein Ziel zu kommen. Kreuz und Quer ging es mit dem notwenigen Gehupe daher durch Catania. Eines kann ich im Straßenverkehr Catanias jedem nur ans Herz legen, es bringt einem nichts, sich wie bei uns in Deutschland auf sein Verkehrsrecht zu beziehen, außer vielleicht einen Verkehrsunfall, welchen man dadurch provozieren würde. In einigen süditalienischen Großstädten muss man aufmerksam sein und mit jedem doch nur so abstrusen Fahrverhalten der anderen Verkehrsteilnehmer rechnen. Schmunzelnd muss ich zugeben, dass es eigentlich großen Spaß gemacht hatte in Catania Auto zu fahren. Auf Empfehlung steuerten wir den super zentral liegenden Parkplatz „Parcheggio Borsellino“ in der Via Jonica an, welcher zum einen durch einen Sicherheitsdienst überwacht wurde und zum anderen sehr kostengünstig war. In nur wenigen Minuten erreichten wir von hier aus den Piazza Duomo, welcher den Ausgangspunkt unseres Städtetrips durch Catania darstellte. Die von Barockpalästen umgebene Kathedrale Sant’Agata, stellt auf dem Piazza Duomo eines der bedeutendsten Gebäude der Stadt dar. Sant’Agata ist Catanias Schutzpatronin, welche die Stadt vor den Naturgewalten des Etnas schützen soll. Jedes Jahr findet dazu auch ein riesengroßer Festumzug statt, welcher bis zur Kathedrale führt. Im Zentrum des Piazza Duomo, schmückt ein Brunnen den Platz, auf dem sich eine aus Lavagestein errichtete Elefantenfigur befindet. Neben der Bedeutsamkeit der Piazza, ist diese auch ein beliebter Ausgangspunkt, um über die Haupteinkaufsstraße Catanias zu schlendern, die direkt am Domplatz beginnt. Auch wir nutzten nach der Besichtigung des Piazza Duomo, die Nähe zur Einkaufsstraße, um hier etwas Zeit zu verbringen. Nachdem wir den ein oder anderen Einkauf getätigt hatten, gönnten wir uns in einem kleinen Straßencafé eine leckere und erfrischende Granita. Im Nachgang wollten wir den großen Straßenmarkt von Catania besuchen, der auf der Piazza Stesicoro und nur wenige Meter von der großen Vincenzo Bellini Statue stattfand, besuchen. Leider kamen wir hier etwas zu spät an. Der Markt schließt bereits um 13:00Uhr und so bekamen wir leider nur noch die Ausläufer des wilden und bunten Treibens mit. Wir nutzen den restlichen Nachmittag um die Stadt zu erkunden, schlenderten durch die teilweise schmalen Gassen und konnten auf diese Art und Weise Catania kennenlernen. Anschließend gingen wir zurück zu unserem Auto. Wir wollten uns zum Ende unseres Städtetrips nämlich noch unbedingt den nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernten Strand von Catania ansehen. Als wir am breiten Sandstrand von Catania angekommen waren, verbrachten wir hier noch etwas Zeit. Auch wenn wir während unserer Sizilienreise bestes Wetter hatten, war es Winter und somit keine Badesaison. Daher war der Strand wohl etwas ungepflegter als in den Sommermonaten. Trotzdessen, dass etwas Treibgut am Strand herum lag, genossen wir nochmals die Zeit am Meer, da es am nächsten Tag schon wieder in Richtung Deutschland ging.


Die Kathedrale Sant’Agata



Die schöne Kathedrale ist eines der wichtigsten Gebäude der Stadt



Der Brunnen mit einem Elefanten aus Lavagestein schmückt die Piazza Duomo



Mitten in der Stadt befindet sich der idyllische Garten Giardino Bellini



In einem Straßencafé gab es lecker Granita mit einem warmen Brioche



Auf dem Markt von Catania



Das wilde Treiben auf der Piazza Stesicoro endet pünktlich um 13:00Uhr