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  • AutorenbildDaniel Rieß

Von der Kapregion in den Kruger Nationalpark - Endlich wieder in Südafrika | Teil 1

Nach einer, durch Corona verursachten, Zwangspause endlich wieder im wunderschönen Südafrika! Wo der markante Tafelberg auf den blau leuchtenden atlantischen Ozean trifft, wo eine der schönsten Städte der Welt zuhause ist, wo eine Region mit zahlreichen Naturhighlights und kulinarischen Köstlichkeiten lockt. Ein Land welches von Gegensätzen kaum extremer geprägt sein könnte und wo, trotz den teils schwierigen Lebensverhältnissen, immer ein freundliches Lächeln bereit gehalten wird. Ein Land welches sich gnadenlos in unser Herz gebrannt hat, ein Land welches bei jeder einzelnen Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Wir waren zurück in diesem wundervollen Land, wir waren zurück in Südafrika!

 

AUF EINEN BLICK

​Reiseland: Südafrika

Reiseziel: Teil 1 - Kapstadt mit Kapregion

Zeitraum Kapregion: 02.12 - 11.12.2022

Zeitraum gesamte Reise: 02.12 - 21.12.2022

Unterkunft Kapregion: „The Tree House“ Hout Bay

Beförderungsmittel: Lufthansa, Airlink, Europcar

 


Teil 1 | Kapstadt und Kapregion

Nach einer längeren, durch die Pandemie, verursachten Zwangspause, war die Sehnsucht nach dem südlichen Afrika groß, sehr groß! Daher wollten wir sobald sich die Pandemie beruhigt hatte, unbedingt wieder den weiten Weg auf uns nehmen um nach Südafrika zu reisen. Dieses bereits sechste Mal sogar zu viert! Anfang Dezember war es dann endlich wieder soweit. Von Stuttgart ging es mit der deutschen Lufthansa über Frankfurt bis in die südafrikanische Mother City, nach Kapstadt. Nachdem wir hier ein wundervolles, in der Natur gelegenes, „Tree House“ bei unseren herzlichen und zuvorkommenden Gastgebern, im Kapstadter Stadtteil Hout Bay bezogen hatten, führte uns der erste Teil unserer Südafrikareise durch Kapstadt und die Kapregion. Eine pulsierende und wunderschön gelegene Metropole zwischen Tafelberg und dem blau leuchtenden atlantischen Ozean, ließ unser Herz wieder einmal höher schlagen und sorgte für einen perfekten Start in diese Reise. Von unserer Unterkunft in Hout Bay erkundeten wir mit dem Mietwagen verschiedene, bereits bekannte, aber auch unbekannte Highlights in Kapstadt. Die interessante und abwechslungsreiche Kapregion, welche mit zahlreichen Naturhighlights, kulinarischen Köstlichkeiten und leckeren Weinen lockte, passte bestens in ein spannendes Reiseprogramm, welches wir so jedem ans Herz legen können. Bei hochsommerlichen Temperaturen durften wir daher eine wundervolle Zeit am südlichsten Ende des afrikanischen Kontinents verbringen. Seid daher auf den ersten Teil unserer Südafrikareise gespannt! Lasst euch durch meine Erzählungen und Fotos für die eigene Reise inspirieren und hinterlasst mir unbedingt ein kleines Feedback direkt unter diesem Bericht! Nach dem ersten Teil unserer Südafrikareise durch Kapstadt und der Kapregion, wird es dann noch etwas wilder, abenteuerlicher und durchaus rustikaler. Lasst uns nach diesem Teil gemeinsam in den südafrikanischen Busch abtauchen und im größten Wildschutzgebiet des Landes auf Safari gehen. Ich freue mich auf euch...!




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02.12.2022 | Anreise nach Kapstadt


V O N U N T E R W E G S

Es war wieder Zeit für Südafrika! Es war Anfang Dezember und der Winter nahm mit seinem grauen und ungemütlichen Wetter immer mehr an Gestalt an. Die perfekte Zeit um in den Sommer zu fliehen. So begann am Stuttgarter Flughafen ein neues südafrikanisches Abenteuer. Um 18:45Uhr sollte unsere Lufthansa Maschine Kurs in Richtung Frankfurt nehmen, um dann vom drittgrößten Flughafen Europas weiter nach Kapstadt zu fliegen. Leider wurden wir am Flughafen Stuttgart von einer immer länger werdenden Verspätung unseres Inlandsfluges, über die Anzeigetafel des Flughafens informiert. Unsicherheit schlich sich ein und der Gedanke, unseren Flug nach Kapstadt zu verpassen, wurde größer und größer. Glück gehabt! Um genau 20:05Uhr konnten wir mit einer Verspätung von über einer Stunde, in Stuttgart abheben. Erleichterung kehrte ein. Es war noch genug Zeit um in Frankfurt den Anschlussflug nach Kapstadt zu erreichen. Im Vergleich zu unserer Kurzstrecke, konnte Lufthansa den Flugplan in das weit entfernte Kapstadt einhalten. Pünktlich um 22:05Uhr verließ unser Airbus A340-300 den Flughafen von Frankfurt um die südafrikanische Mother-City anzusteuern. Mit einer neuwertig modernen Kabinenausstattung, durften wir einen angenehmen Nachtflug genießen. Die abendliche Kulinarik an Board, war gut. Zum Frühstück gab es ein belegtes Brot mit einem Joghurt. Die Anfrage für unsere zwei Kinder ein Brötchen mit Marmelade zu bekommen, wurde verneint. Leider fanden unsere Kinder generell kaum Beachtung vom Lufthansa Personal. Hier waren wir von der ausländischen Konkurrenz wie z.B. Turkish Airlines oder Emirates, ganz anderes gewohnt. Am Vormittag des nächsten Tages erreichten wir dann nach gut elf Stunden, die wunderschöne Stadt am Kap.


H I G H L I G H T

Auf unserem Langstreckenflug von Frankfurt nach Kapstadt konnten wir uns im Vorfeld hervorragende Plätze sichern. Direkt hinter der Premium-Economy-Class, buchten wir uns in Reihe 16, eine der wenigen Dreierreihen mit mehr Beinfreiheit. Die Reservierungsgebühr von 100,00€ pro Sitz, hatte sich mehr als gelohnt. Interessanterweise profitierten wir sogar von mehr Beinfreiheit, als in der viel teureren Klasse der Premium-Economy.


W I S S E N S W E R T

Besonders bei Langstreckenflügen entscheidet der Sitzplatz über ein positives oder gegenteiliges Reiseerlebnis. Informiert euch anhand von Kabinenplänen, die problemlos im Internet abzurufen sind, über die verschiedenen Sitzplätze. Sitzreihen vor Trennwänden oder an Notausgängen, bringen oft mehr Beinfreiheit mit sich. Wer noch mehr Komfort auf seinem Flug in Anspruch nehmen möchte, sollte das Airline-Personal am Flughafenschalter unbedingt auf die verschiedenen Upgrade-Möglichkeiten ansprechen. Schnell kommt man dann vielleicht für einen günstigen Aufpreis, in der Business-Class, an sein Reiseziel.






03.12.2022 | „The Tree House“ Hout Bay


V O N U N T E R W E G S

Hello Cape Town! Als wir am Flughafen von Kapstadt unsere Füße endlich wieder auf südafrikanischen Boden setzten, war die Müdigkeit durch das angenehm sonnige Wetter schnell wieder verflogen. Nachdem wir die Passkontrolle unter den strengen Blicken der südafrikanischen Beamtin passiert hatten, konnten wir nach der Gepäckabholung unseren Mietwagen bei Europcar entgegen nehmen. Mit dem ungewohnten Linksverkehr, konnte ich mich recht schnell anfreunden und so stand unserer Fahrt in den Kapstadter Stadtteil Hout Bay, nichts mehr im Wege. Für unsere Zeit in Kapstadt und der Kapregion, hatten wir uns in Hout Bay eine familienfreundliche und naturnahe Unterkunft gebucht. Das „The Tree House“, war ein wunderschöner Rückzugsort für die ganze Familie und lag zwischen zahlreichen Bäumen und Pflanzen. Wir wohnten im Erdgeschoss des Zweifamilienhauses und hatten mit einer riesigen aufschiebbaren Glasfront, einen direkten Zugang zur großen Terrasse mit Schaukelbank und Grill. Der daran angrenzende Garten lag uns zu Füßen und harmonierte mit dem liebevoll eingerichteten Wohnraum der Unterkunft. Als wenn das noch nicht genug gewesen wäre, stand uns im Garten ein Whirlpool, eine Freidusche, eine Seilschaukel sowie ein Sandkasten mit kleinem Baumhaus und Rutschbahn zur Verfügung. Es war der perfekte Ort um neben den geplanten Ausflügen und Aktivitäten, ruhe in der Natur zu finden. Daher verweilten wir nach unserem langen Flug den restlichen Tag gemütlich in unserem Tree House und ließen den Tag bei einem Grillabend mit leckerem südafrikanischem Wein ausklingen.


H I G H L I G H T

Die herzliche Begrüßung und die Begegnung mit unserer Gastgeberin Adele und ihrer netten Familie, welche über uns im „The Tree House wohnten und für jegliche Anliegen zur Verfügung standen, war wundervoll. Von der ersten Sekunde an fühlten wir uns im Tree House willkommen und wie Zuhause. Eine wichtige Atmosphäre, die zu einem unvergesslichen Aufenthalt beitrug und ein klares Highlight unserer gesamten Reis darstellte.


W I S S E N S W E R T

Besonders in Kapstadt und Umgebung, stehen Reisenden die unterschiedlichsten Unterkünfte zur Verfügung. Von hochpreisigen Luxusunterkünften bis zum preiswerteren Gästehaus oder einer etwas außergewöhnlicheren in der Natur gelegenen Unterkunft, wie wir sie genutzt hatten, ist für jeden Geschmack und für jede Preisklasse etwas dabei. Welche Unterkünfte wir bereits genutzt hatten und zudem gerne weiterempfehlen, findet ihr in der extra für euch geschaffenen Rubrik - Besonderes für deine Reise.







04.12.2022 | Cape of Good Hope Table Mountain Nationalpark


V O N U N T E R W E G S

Am Kap der Guten Hoffnung! Über eine der schönsten Küstenstraßen der Welt, dem Chapman’s Peak Drive, fuhren wir in Richtung Cape of Good Hope Table Mountain Nationalpark, welcher sich am südlichsten Zipfel der Kaphalbinsel befindet. Geprägt vom Einfluss des Atlantiks, glänzt dieser Teil des Table Mountain Nationalparks mit der besonderen regionalen Vegetation, wunderschönen kleinen Strandabschnitten und natürlich mit dem Kap der Guten Hoffnung sowie dem Cape Point. Bevor wir jedoch das Kap der Guten Hoffnung besuchten, erkundeten wir vorerst den Nationalpark und verweilten gemütlich an verschiedenen Stränden. Tatsächlich bekamen wir hier sogar unsere ersten wilden afrikanischen Tiere auf dieser Reise zu Gesicht. In der offenen Landschaft des Table Mountain Nationalparks tummelten sich kleinere Herden der, eng auf die Kapregion begrenzten, Buntbock-Antilope, umher stolzierende Vogelsträuße und verschiedene Vogelarten. Natürlich durfte am Ende unseres Aufenthalts im Cape of Good Hope Nationalpark ein Besuch am Kap der Guten Hoffnung nicht fehlen, welcher diesen tollen Tag vollends abrundete.


H I G H L I G H T

Wir lieben die wilde und spannende Tierwelt Afrikas. Daher waren unsere ersten Tiersichtungen im Cape of Good Hope Table Mountain Nationalpark, neben unserem kurzen alleinigen Treffen mit dem Schild am Kap der Guten Hoffnung, unser persönliches Highlight. Tatsächlich rechnen viele Besucher mit dem Drang an das Kap der Guten Hoffnung zu gelangen, an diesem Ort überhaupt nicht mit diesen Tierarten.


W I S S E N S W E R T

Das Kap der Guten Hoffnung ist weltweit einer der bekanntesten Orte Südafrikas. Allein deshalb reisen zahlreiche Menschen aus aller Welt an diesen Ort. Dementsprechend trifft man das Schild, welches das Kap der Guten Hoffnung kennzeichnet, auch nur seltenst alleine an. Der Cape of Good Hope Nationalpark schließt seine Tore mit der untergegangenen Sonne. Daher lohnt es sich unbedingt zum Sonnenuntergang das Kap der Guten Hoffnung zu besuchen. Die meisten Besucher haben den Nationalpark zu dieser Zeit bereits verlassen und die Sonne steht bestens zum Fotografieren. Tatsächlich hatten wir das Schild am Kap der Guten Hoffnung, zu dieser Zeit, für ein paar Minuten, für uns ganz alleine.







05.12.2022 | West Coast Nationalpark


V O N U N T E R W E G S

Karibische Strände und Flamingos! Unser Weg führte uns in den von Kapstadt rund 100km entfernten West Coast Nationalpark. Der Nationalpark umschließt eine Fläche von 27.500 Hektar und ist von der Langebaan-Lagune geprägt. Zudem ist der Nationalpark für den Artenreichtum an Vögeln bekannt. Im Sommer beheimatet das Gebiet etwa 750.000 davon. Nachdem wir das Gate des Nationalparks passiert hatten, fielen uns recht schnell die hellen Sanddünen auf, welche zum Atlantik hin immer markanter wurden. Die kleinen Strandabschnitte entlang der Lagunenbucht, gleichten karibischen Stränden aus dem Bilderbuch. Mit den angenehm warmen Wassertemperaturen, hätte die Einladung zum Baden nicht größer sein können. Neben der landschaftlichen Vielfalt des West Coast Nationalparks, bekamen wir zudem einige Tiere zu Gesicht. Buschbock-Antilopen grasten im umliegenden Buschland, Vogelsträuße stolzierten durch die Weiten des Nationalparks, Schildkröten wärmten sich entlang des Fahrbahnrandes, eine Seerobbe tauchte aus dem Atlantik auf und Flamingos suchten entlang der Lagune nach Nahrung. Der West Coast Nationalpark lässt sich an einem Tag bestens erkunden. Mit ein wenig Glück lassen sich neben tollen Landschaften, einige Tiere entdecken. Bei einem Besuch des Nationalparks, solltet ihr neben einem Fernglas unbedingt einen Bikini oder eine Badehose mit dabei haben. Auch wenn wir letzteres nicht dabei hatten, durften wir einen wundervollen Tag im West Coast Nationalpark verbringen.


H I G H L I G H T

Flamingos in ihrem natürlichen Lebensraum, durften wir zum letzten Mal auf unserer Reise durch Namibia beobachten. Umso begeisterter waren wir darüber, dieses Gefieder hier in der Kapregion anzutreffen. An den Salzwiesen entlang der Lagunenküste, tummelten sich zahlreiche dieser beeindruckenden Tiere. Das Beobachten und Fotografieren der Flamingos, wurden zu einem klaren Highlight unseres Nationalpark Besuchs.


W I S S E N S W E R T

Um im West Coast Nationalpark, Flamingos in ihrem natürlichen Lebensraum ausfindig machen zu können, bedarf es aufgrund der wenigen, an die Lagune führenden, Wege etwas Ortskunde. Am Geelbek Visitor’s Centre, befinden sich zwei, über einen längeren Holzsteg zu erreichende, Häuser zur Vogelbeobachtung. Wenn sich die Vögel im Nationalpark aufhalten, habt ihr hier die besten Chancen, Flamingos anzutreffen.







06.12.2022 | Victoria & Alfred Waterfront


V O N U N T E R W E G S

Die V&A Waterfront als Kapstadts Publikumsmagnet schlechthin! Was zu einer Reise nach Kapstadt klar dazu gehört, ist ein Besuch der Victoria & Alfred Waterfront. In bester Lage, mit Blick auf den majestätischen Tafelberg, befindet sich die Waterfront am ältesten Hafen Südafrikas. Über 450 Geschäfte, Kunstmärkte und zahlreiche Restaurants beheimatet dieser beliebte Ort. Auch wir ließen es uns während unserer Zeit in Kapstadt nicht nehmen um die Waterfront zu besuchen. Wir schlenderten gemütlich durch die verschiedenen Geschäfte, bestaunten bei Sonnenschein den großen Weihnachtsbaum vor dem V&A Shopping Centre und beobachteten das bunte Treiben. Für ein leckeres Mittagessen besuchten wir den angesagten V&A Food Market und ließen uns leckere Falafel mit den rhythmischen Klängen der Marimba Band, schmecken. Am späten Nachmittag kehrten wir zurück zu unserem Baumhaus in Hout Bay und ließen den Tag auf unserer tollen Terrasse in unserer liebgewonnen Schaukelbank mit Blick in das Grüne, ausklingen.


H I G H L I G H T

Wer gutes Essen liebt, ist im V&A Food Market on the Wharf, bestens aufgehoben. Im ehemaligen historischen Elektrizitätswerk (hier wurde das erste elektrische Licht Südafrikas produziert), kann man sich durch die verschiedensten salzigen und süßen Gerichte probieren. Mit einem leckeren Glas Wein oder Fruchtsaft dazu, steht einem kulinarischen Highlight, nichts mehr im Wege.


W I S S E N S W E R T

Im Juni 2022 wurde eines der beliebtesten Wahrzeichen der Victoria & Alfred Waterfont, das Cape Wheel, abgebaut. Das mit 30 Kabinen ausgestattete und 40 Meter hohe Riesenrad, war seit 2008 ein beliebtes Mittel, um einen Panoramablick über die Umgebung erblicken zu können. Das Cape Wheel verschwindet glücklicherweise nicht ganz von der V&A Waterfront. Nur wenige hunderte Meter von der ehemaligen Stelle entfernt, bekommt das Cape Wheel in der Nähe des Breakwater-Parkplatzes, ein neues Zuhause. Der ehemalige Standort wird für den öffentlichen Nahverkehr umgestaltet.







07.12.2022 | Whale Coast Route bis Hermanus


V O N U N T E R W E G S

Pinguine, gutes Essen aber leider keine Wale! Entlang der berühmten Whale Coast Route, machten wir uns auf die Suche nach den größten Meeressäugetieren unserer Erde. Den Streckenabschnitt der R44 Provinzstraße, welcher entlang der Küste zwischen Gordons’s Bay und Hermanus verläuft, könnte man aufgrund seiner Lage und Schönheit schon fast als kleinen Bruder des allbekannten Chapman’s Peak Drive betiteln. Zugegebenermaßen ist das aber nicht der Grund, warum es die meisten Menschen an diesen Küstenabschnitt verschlägt. Die Küste entlang der R44 Whale Coast Route, ist nämlich einer der besten Orte für Walsichtungen, in ganz Südafrika. Auch wenn wir aufmerksam mit dem Fernglas den Atlantik beobachteten, blieb eine Sichtung, bis wir den kleinen Küstenort Betty’s Bay erreicht hatten, aus. In Betty’s Bay legten wir einen Halt am Stony Point Nature Reserve ein, um die große, dort beheimatete, Pinguinkolonie zu besuchen. Besonders unsere Kinder hatten einen großen Spaß dabei, das lustige Treiben der Pinguine zu beobachten. Setzt man Betty’s Bay mit den Pinguinen von Simon’s Town in den Vergleich, würde man zu dem Fazit kommen, dass die Kolonie in Betty’s Bay definitiv größer, der felsige Küstenabschnitt rauher und zudem nicht so überlaufen ist, wie in Simon’s Town. Simon’s Town punktet jedoch klar mit dem schön anzusehenden Sandstrand und den runden Steinformationen, an denen sich die Pinguine tummeln. Nach unserem Besuch bei den Pinguinen, aßen wir direkt am Naturreservat lecker zu Mittag und fuhren dann entlang der Whale Coast Route, weiter bis nach Hermanus. Auch im weltweit bekannten Ort für Walbeobachtungen, in Hermanus, blieben die Meeressäuger für uns unentdeckt. Als kleinen Trost, schauten wir uns den nachgestellten Wal in Lebensgröße, vor dem Whale Museum von Hermanns an, welcher uns nochmals vor Augen führte, wie groß diese beeindruckenden Meeressäuger sind. Nachdem wir noch etwas an der Küste von Hermanus entlang geschlendert sind, machten wir uns ohne Walsichtung, jedoch mit einem schönen Tag, entlang der Whale Coast Route, wieder auf den Rückweg.


H I G H L I G H T

Neben der schönen Küstenlandschaft entlang der Whale Coast Route, war unser Aufenthalt im kleinen On the Edge Restaurant, direkt am Stony Point Nature Reserve von Betty’s Bay, ein absolutes Highlight. Mit tollem Blick auf den Atlantik bekommt man hier leckere Gerichte für super günstige Preise serviert. Ich gönnte mir eine Fischplatte mit gegrilltem Fischfilet, Scampis, Calamaris, Muscheln, Pommes, Reis und einem Salat, für umgerechnet rund 12,00€.


W I S S E N S W E R T

Die offizielle Walsaison entlang der Whale Coast Road und in Hermanns, ist von Juni bis November. In dieser Zeit hat man die besten Chancen, vor allem die südlichen Glattwale oder auch Südkaper genannt, von der Küste aus zu beobachten. Außerhalb dieses Zeitraumes, bietet es sich an, eine geführte Tour mit einem Boot zu unternehmen.







08.12.2022 | Constantia und Camps Bay


V O N U N T E R W E G S

Von einem der leckersten Restaurants bis zum angesagtesten Strand der Stadt! Constantia, mit diesem schönen Namen, an den Osthängen des Tafelbergs gelegen und durch dessen Weine an weltweiter Bekanntheit gewonnen. Nur wenige Kilometer von unserem Tree House in Hout Bay entfernt, schlängelt sich die Constantia Wine Route durch den von farbenfroher Vegetation und Weinreben geprägten Stadtteil. Bevor wir uns Constantia etwas genauer anschauten, besuchten wir vorerst eines der leckersten Restaurants der Stadt. Im Chardonnay Deli, ließen wir es uns auf der schattigen und gemütlichen Terrasse, bei unfassbar leckerem Kuchen, frisch gepresstem Orangensaft und einem Cappuccino gut gehen. Anschließend nutzten wir die Nähe zum traditionellen Groot Constantia Weingut, um uns das älteste Weingut Südafrikas, mit seinen weißen altertümlichen Herrenhäusern zwischen den heranreifenden Weinreben etwas genauer anzusehen. Selbstverständlich hätte man den hier hergestellten Wein, auch direkt probieren können. Nach unserem Besuch zwischen Kuchen und Wein, packten wir uns am späten Nachmittag eine leckere Picknicktasche und fuhren nach Camps Bay. Direkt am Fuße des Tafelbergs, befindet sich nämlich einer der angesagtesten Strände, Kapstadts. Mit der unter gehenden Sonne machten wir es uns auf einer Decke gemütlich, ließen es uns unser Picknick schmecken und beobachteten die Südafrikaner bei ihrem temperamentvollen Treiben.


H I G H L I G H T

Der malerische Strand von Camps Bay ist zwischen Tafelberg und Atlantik einer der schönsten Strände der Welt. In dieser malerischen Kulisse bei einem leckeren Picknick die untergehende Sonne zu beobachten sollte bei einer Reise nach Kapstadt unbedingt eines eurer Highlights sein. Unseres war es an diesem Tag definitiv!


W I S S E N S W E R T

Wer eines der besten Restaurants Kapstadt in einer gemütlichen Atmosphäre besuchen und genießen möchte, sollte unbedingt im Chardonnay Deli, in der 87 Constantia Main Road vorbei schauen. Egal ob ihr zum Frühstücken, Mittagessen oder nur auf ein unfassbar leckeres Stück Kuchen, vorbei kommen solltet, ihr werdet es lieben!







09.12.2022 | Lions Head


V O N U N T E R W E G S

Manche Tage laufen nicht wie geplant! Leider machte eine Magenverstimmung unseres Sohnes, einen Strich durch unsere Tagesplanung. Als sich die Lage etwas entspannt hatte, nutzte ich die Zeit um etwas zu tun, was mit jüngeren Kindern nicht unbedingt möglich wäre. Bereits im Jahr 2015 bestiegen meine Frau und ich einen der schönsten Aussichtspunkte Kapstadts, den Lions Head. Vom Gipfel des kegelförmigen und 669m hohen Berges, hat man durch die exponierte Lage eine 360° Rundumsicht über Kapstadt. Besonders der Ausblick auf den Tafelberg mit seinen zwölf Aposteln und dem darunter liegenden Atlantik, zieht täglich zahlreiche Besucher an. Warum das Ganze also nicht noch einmal wiederholen?! Kurzerhand und eher entspannt, machte ich mich also auf den Weg zum Gipfel des Lions Head. Wenn da nicht noch das Wetter ein Wörtchen mitgesprochen hätte! Bereits zu Beginn meiner Tour, zogen vom Atlantik, immer dichter werdende Wolken, in Richtung des Tafelbergs und dessen gegenüber liegenden Lions Head, herein. Mit der Hoffnung, dass sich dieses Wetterphänomen nur temporär halten würde, setzte ich meinen Weg über Stock und Stein sowie auf den letzten Höhenmetern über Leitern, Ketten und Tritte, fort. Am Gipfel angekommen, war die Enttäuschung tatsächlich groß. Die dichten Wolken versperrten weiterhin die Sicht und verwehrten mir diesen einzigartigen Ausblick von diesem Berg auf die Mother City von Südafrika. Mit dem Frust am Berg, ging es nach dem Abstieg zurück nach Hout Bay, wo wir den Tag in unserem Tree House, gemütlich haben ausklingen lassen.


N O - H I G H L I G H T

Welches Sightseeing-Unglück, könnte in Kapstadt größer sein, als nach einer anstrengenden Wanderung unter hochsommerlichen Temperaturen, die Sicht von einem der besten und beliebtesten Aussichtspunkte der Stadt, verwehrt zu bekommen? Wohl kaum ein anderes! Es gibt eben Dinge, die sich nicht kontrollieren lassen. Behaltet daher unbedingt die Wetterlage im Blick. Unter meinen geschilderten Umständen, lohnt sich der Aufstieg nämlich keineswegs.


W I S S E N S W E R T

Im Gegensatz zum Tafelberg, führt keine Seilbahn auf den Lions Head. Die 669 Höhenmeter müssen daher zu Fuß bestritten werden. Es handelt sich hier um eine zum größten Teil einfache bis moderate Wanderung. Um die markante Spitze des Lions Head bis zum Gipfel erklimmen zu können, führen die letzten Höhenmeter über zwei verschiedene Routen. Die eine Route ist zeitintensiver, jedoch weniger anspruchsvoll. Die schnellere Route führt dann unter einer machbaren und spaßbringenden Kraxelei über Leitern, Ketten und Tritte, zum Ziel. Eines sei auf jeden Fall gesagt, unter freier Sicht ist der Aufstieg zum Lions Head mehr als lohnenswert!







10.12.2022 | Kapstadt, Simon's Town und Kalk Bay


V O N U N T E R W E G S

Die Mother City, Edelsteine und ein Surferort! Eigentlich wollten wir den Tag mit einem Besuch des Tafelbergs beginnen. Leider war die Seilbahn aufgrund starker Winde geschlossen, was nicht ungewöhnlich am Tafelberg ist. Kurzerhand fuhren wir auf den Signal Hill um dessen Panoramablick über die Stadt sowie auf den Tafelberg und Lions Head, als Fotospot zu nutzen. Anschließend besuchten wir das Bo-Kapp. Das muslimisch geprägte Stadtviertel, lockt mit seinen weltweit bekannten Häuschen, welche in den buntesten Farben bemalt sind. Wer Kapstadt besuchen sollte und auf der Suche nach farbenfrohen Motiven ist, kommt um das Bo-Kaap kaum herum. Nachdem einige geniale Fotos im Kasten waren, fuhren wir in Richtung Waterfront. Hier fand heute der Oranjezicht City Farm Market statt. In einer super angenehmen Atmosphäre, kommt Kapstadt zusammen um auf dem angesagten Bauernmark hochwertige Lebensmittel und Handwerkskunst zu kaufen sowie bei einem breiten kulinarischem Speiseangebot, einen guten Tag zu verbringen. Die ganzen Eindrücke machten hungrig, so verabschiedeten wir uns nach einem leckeren Mittagessen von Kapstadt um nach Simon’s Town zu fahren. Nun standen die Kinder hoch im Kurs. Bei einem Besuch der Scratch Patch Mineral World, konnten Kinder (und natürlich auch Erwachsene), direkt an der Edelsteinfabrik auf Edelsteinsuche gehen. Ein riesiges Edelsteinfeld, mit Edelsteinen in den verschiedensten Farben und Größen ließ auch bei unseren Kids, dass Schatzsucher-Herz höher schlagen. Am Ende durften die gesammelten Edelsteine dann natürlich mit nachhause genommen werden. Auf unserem Rückweg nach Hout Bay, kamen wir im Surferort Kalk Bay vorbei. Bereits von unseren letzten Reisen in die Kapregion, blieb uns Kalk Bay mit seinen kleinen netten Geschäften entlang der Hauptstraße, positiv in Erinnerung. Abschließend zu einem gelungenen und sehr abwechslungsreichen Tag, wollten wir uns den kleinen Spaziergang entlang der Geschäfte von Kalk Bay nicht entgehen lassen.


H I G H L I G H T

Auch wenn wir heute zahlreiche tolle Dinge erlebt und gesehen hatten, war der Besuch auf dem Oranjezicht City Farm Market ein absolutes Highlight, wenn nicht sogar das Highlight unserer diesmaligen Reise durch die Kapregion. Auf dem Farm Market treffen sich die unterschiedlichsten Menschen der Stadt um vor allem bei den köstlichen und vielfältigen Speisen, welche direkt vor Ort zubereitet werden, besonderes Kunsthandwerk einzukaufen. Die Stimmung ist lässig, angenehm und vor allem einnehmend. Besucht bei eurer Zeit in Kapstadt unbedingt diesen Markt. Ihr werdet ihn lieben!


W I S S E N S W E R T

Der Oranjezicht City Farm Market hat Samstags von 8:15Uhr - 14:00Uhr, an Sonntagen von 9:00Uhr - 14:00Uhr und Mittwochs als Night-Market von 17:00Uhr - 21:00Uhr geöffnet. Der Markt befindet sich am Haul Road Granger Blvd direkt an der Victoria & Alfred Waterfront. Der Markt kostet keinen Eintritt!







11.12.2022 | Franschhoek und Llandudno


V O N U N T E R W E G S

Wein und ein unbekannter Strand! An unserem letzten Tag in der Kapregion, zog es uns vorerst in das Landesinnere, um mit dem Ziel Franschhoek, die Cape Winelands zu besuchen. Franschhoek war für uns kein unbekannter Ort. Zugegebenermaßen, gefiel uns das kleinere Franschhoek im Vergleich, zu dem größeren und ebenfalls durch seine Weine weltbekannte Stellenbosch, immer wieder etwas besser. Das von Kapstadt rund 90km entfernte Franschhoek, bedeutet namentlich so viel wie „Franzosenwinkel“ oder „Franzosenecke“, was sich auf die im Jahr 1688 ausgewanderten Franzosen bezieht. Die Kapsiedler passten sich so schnell an, dass die bereits nach einer Generation kaum noch französisch sondern Afrikaans sprachen. Die Liebe zum Wein blieb jedoch, was sich noch heute mit den grandiosen südafrikanischen Weinen bemerkbar macht. Entlang der Hauptstraße von Franschhoek reihen sich zahlreiche kleine Geschäfte, Restaurants und altertümliche schön anzusehende Gebäude. Im Mittelpunkt steht natürlich eines, das Erzeugnis der sonnengereiften Trauben. Wir freuten uns über unsere Zeit in Franschhoek und kehrten zum Mittagessen wie bereits die Jahre zuvor, im Col‘Cacchio Restaurant ein. Zum italienisch geprägten Restaurant gehört ein größerer Garten, welcher von großen Bäumen vor der intensiven Sonne geschützt wird. Bei Live-Musik, einer leckeren Pizza und natürlich einem der verschiedenen Weine, lässt es sich hier auch bei hochsommerlichen Temperaturen bestens aushalten. Wir genossen unsere Zeit in Franschhoek und ließen zugleich die wundervolle Zeit in der Kapregion, Revue passieren. Als wir am Nachmittag zurück in Kapstadt waren, wollten wir abschließend nochmals die Gelegenheit nutzen um den Tafelberg zu besuchen. Bereits die Tickets in der Hand und in der Schlange zur Seilbahn eingereiht, machte uns erneut der Wind einen glatten Strich durch die Rechnung. Es sollte einfach nicht sein :). Kapstadt und die Kapregion glänzt vor traumhaften Stränden. Daher ist es bereits schon ein Ritual, eine Kapstadt-Reise mit einem letzten Strandbesuch abzuschließen. Spontan fuhren wir daher in den kleinen Kapstadter Stadtteil, Llandudno. Wir verbrachten hier den restlichen Tag, beobachteten die Surfer auf der Suche nach der perfekten Welle und durften zugleich einen schönen neuen Strandabschnitt kennenlernen.


H I G H L I G H T

Wer durch die Kapregion reist, sollte unbedingt in den Winelands vorbei schauen! Besonders der kleine Ort Franschhoek hatte uns hier wieder einmal mit seinem netten Ortskern, den altertümlichen Herrenhäusern, den zahlreichen Restaurants und natürlich mit den einzigartigen Weingütern begeistert.


W I S S E N S W E R T

In und um Franschhoek befinden sich zahlreiche Weingüter, von denen die meisten verschiedene Weinproben anbieten. Die Auswahl ist daher gar nicht so einfach. Eine super Möglichkeit verschiedene Weingüter zu erkunden und nebenbei noch einiges über Wein zu erfahren, ist die Nutzung der Franschhoek Wine Tram. Gemäß dem Hop-on Hop-off Prinzip, pendelt man auf verschiedenen Routen zwischen den unterschiedlichsten Weingütern.



 

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Daniel Rieß
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