Daniel Rieß
Mit AIDAprima von Gran Canaria über Madeira, Teneriffa, Fuerteventura bis nach Lanzarote
Zum vierten Mal ging es für uns dieses Mal auf dem Seeweg auf Reisen. Unsere Ziele lagen im Atlantik vor der Südwestküste Afrikas. Die Kanarischen Inseln und die Blumensinsel Madeira sind vulkanischen Ursprungs und warteten darauf von uns erkundet zu werden. Um die verschiedenen Inseln genauer bereisen zu können, hatten wir teilweise einen Mietwagen gebucht. Unsere Erlebnisse und Eindrücke könnt Ihr dem folgenden Bericht entnehmen. Viel Spaß dabei!
16.12 - 17.12.2017 | Anreise nach Gran Canaria und Seetag
Unsere erste Flugreise mit Kind stand bevor. Die Sicherheitskontrolle inklusive Sprengstofftest am Kinderwagen gestaltete sich etwas aufwändiger, machte jedoch keinerlei Probleme. Mit Condor hatten wir einen angenehmen Flug von Stuttgart nach Las Palmas auf Gran Canaria. Nach rund vier Stunden Flug erreichten wir die Kanareninsel. Leon war während dem Flug sehr gut drauf und schaute sich interessiert in der neuen Umgebung um. Mit seinen jungen 6 Monaten konnte Leon bereits einen Blick von ganz weit oben aus dem kleinen Flugzeugfenster auf unsere Erde erhaschen.
Nach der Gepäckabholung organisierte uns AIDA ein Taxi. Die Straße vom Flughafen bis zum Hafen führte am Meer entlang. Nach ca. 20min war es dann soweit, in der Ferne war unsere wirklich riesige AIDAprima im Hafen von Las Palmas zu sehen. Als wir am Schiff ankamen, staunten wir. Dieses Schiff ist im Vergleich zu unseren bereits kennengelernten anderen AIDA-Schiffen doch noch ein paar Nummern größer. Bevor wir zum Check-In gingen mussten wir uns das Schiff erst einmal etwas genauer von außen anschauen. Besonders der markante und optisch veränderte Buk ließen auf das zweitneuste Schiff der AIDA –Flotte schließen. Nach einem gewohnten, unkomplizierten und sehr freundlichen Ceck-In am Terminal standen wir dann wenige Minuten später mit voller Vorfreude vor unser Kabine 112 auf Deck 14. Dieses Mal hatten wir das Vergnügen in einer Balkonkabine zu wohnen. In den innenliegenden Kabinen besteht nämlich kein Platz für ein Beistellbett, das kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Gute Entscheidung, wir wollen den Blick und den Balkon in Zukunft auf einer Schiffsreise nicht mehr missen. Wir räumten unsere Koffer aus, genossen den Ausblick von unserem Balkon und gingen das Schiff erkunden. Nach dem Abendessen liefen wir nach der pflichtgemäßen Seenotrettungsübung pünktlich um 22Uhr mit Kurs auf Madeira aus dem Hafen aus und vielen anschließend Müde in unser Bett.
Nach einer angenehmen Nacht starteten wir gemütlich in unseren ersten Seetag. Die Überfuhr nach Madeira nahm nämlich 32 Stunden in Anspruch. So konnten wir gemütlich essen gehen und uns die AIDAprima genau anschauen. Es gab vieles zu entdecken. Sogar eine eigene Magnum Eisbar und ein Starbucks Coffee gibt es auf der Prima. Wenn man sich auf Deck 15 auf den Skywalk begiebt und nur eine Glasscheibe unter sich hat, bekommt man schnell ein Gefühl dafür wie hoch dieses Schiff doch ist. Die Prima hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Sportler kommen im gut ausgestatteten Fitnessstudio oder der Laufstrecke auf einem der Oberdecks auf ihre Kosten. Für Reisende die es etwas entspannter angehen lassen möchten, finden zum Relaxen innerhalb und außerhalb der verschiedenen Decks zahlreiche Möglichkeiten. Hier stehen nämlich Sonnenstühle und Liegen sowie im Innenbereich verschiedene Chillingbereiche zur Verfügung. Für jede Menge Spaß und Action sorgen die verschiedenen Poolbereiche inklusive integriertem Hochseilgarten. Es gibt auf einem guten Kreuzfahrtschiff jede Menge zu entdecken, so kann auch ein Seetag jede Menge Spaß und Entspannung bringen. Für Familien mit Kindern ist bestens gesorgt. Für die Kinder gibt es eine Kinderbetreuung, beim Essen stehen ausreichend Hochstühle zur Verfügung, auf Deck 14 gibt es eine Babyecke in der Breigläser zur Auswahl stehen und erwärmt werden können und auf dem Schiff gibt es viele Programmpunkte für Kinder und die Eltern. Natürlich darf ein Besuch im Shop nicht fehlen um als Andenken ein Clubbie mitzunehmen. Leon entschied sich für Itzi und Zottel.









18.12.2017 | Madeira
Nach einem leckeren Frühstück im „Weite Welt Restaurant“ packten wir unsere sieben Sachen und verließen gegen 9:30Uhr das Schiff. Wir hatten nämlich für Madeira einen Mietwagen bei Avis gebucht. Die Avis-Station ist ca. 1km vom AIDA Anlegeplatz entfernt und zu Fuß recht gut zu erreichen. Wir fuhren zuerst in den Osten der Insel bis nach Ponta de Rosa. Hier gab es einen tollen Aussichtspunkt mit Blick auf die Steilküsten. Diesen wilden Anblick kannten wir bereits von unserer Portugalreise aus dem Jahr 2015. Unser nächstes Ziel war der 1818m hohe Pico do Arieiro. Wenn man aus östlicher Richtung den Pico do Arieiro bereist, durchfährt man eine traumhafte Landschaft die grüner nicht sein könnte. Etappenweise durchfährt man dabei kleine Örtchen und kommt dabei nicht von dem Gedanken ab sich irgendwo im Dschungel von Südamerika zu befinden. Über kleine Passstraßen führte uns der Weg in die Höhe. Ständig waren wir bei dieser Landschaft gezwungen einen Fotostopp einzulegen. Kurz vor dem Gipfel durchfuhren wir eine höhenbedingte Wolkenschicht und kamen anschließend bei strahlend blauem Himmel am Berggipfel an. Wow der Ausblick von hier auf das angrenzende Gebirge war traumhaft! Die aus den Wolken herausragenden Gebirgszüge boten uns einen unvergesslichen Anblick.
Mit dem Auto ist der Gipfel mit anliegendem Kaffee und Souvenirshop sehr gut zu erreichen und somit auch für Personen die nicht ganz so gut zu Fuß sind auf alle Fälle empfehlenswert. Trotz im Hafen liegende Kreuzfahrtschiffe war hier oben nur sehr wenig los. Der Besuch des Pico do Arieiros sollte bei jedem Madeira Reisenden ganz oben auf der To-do Liste stehen. Ihr werdet begeistert sein!
Nach einer gemütlichen Kaffeepause machten wir uns über die steil abfallenden Straßen wieder zurück nach Funchal. Nach der Mietwagenabgabe schlenderten wir noch eine Weile durch die sehr schöne Innenstadt. Der Weihnachtsmarkt von Funchal erinnerte uns bei diesen warmen Temperaturen wieder daran, dass bald Weihnachten gefeiert wird. Einheimische Tänzer tanzten in traditionellen Gewändern durch die Straßen und verbreiteten gute Stimmung. Funchal ist eine schöne Stadt mit kleinen Gassen und schönen alten Gebäuden. Über die bunt geschmückte Promenade ging es nach einem tollen Tag wieder zurück auf unser Schiff. Unser kurzer Aufenthalt auf Madeira war ein absolutes Highlight und ist vor allem für Wanderer die sich südamerikanisches Dschungelfeeling in Europa wünschen ein TOP Reiseziel! Auch wir werden bestimmt wieder kommen. Um 23.58Uhr machte das Schiff die Leinen los und nahm Kurs auf Teneriffa.















19.12.2017 | Seetag
Wie bereits auf der Hinfahrt nach Madeira lag auch auf der Rückfahrt zurück in den Süden mit Kurs auf Teneriffa ein Seetag zwischen unserem nächsten Stopp. Diesen Tag nutzen wir zum Entspannen. Als Erholungsfaktor standen auf unserem Balkon Sonnenstühle und eine Hängematte bereit. Da wir uns mitten in der Vorweihnachtszeit befanden, standen im Theatrium einige Events auf dem Programm. So begaben wir uns mittags zum gemütlichen Adventssingen bei Kaffee, Glühwein, Punsch und Weihnachtsgebäck. Was AIDA hier leistet ist eine wirkliche organisatorische Meisterleistung. Auf sämtlichen Decks werden in den diversen Bereichen verschiedene Events und Aktionen angeboten. Langweilig wird es einem hier sicher nicht. Jedoch findet man auch immer ein ruhiges Plätzchen um die Füße hoch zu legen und dem Wellenrauschen zu lauschen. Wer die Heimat nicht missen möchte, kann einen Schlenker über die „scharfe Ecke“ machen. Die sogenannte schiffseigene Currywurstbude verkauft sehr leckere Currywurst mit hausgemachter Currysoße in verschiedenen Schärfeklassen. Dazu kann man sich ein Hamburger ASTRA-Rotlicht-Bier schmecken lassen. Wie Ihr lesen könnt, fehlt es an nichts.
20.12.2017 | Teneriffa
Am Mittwochmorgen den 20. Dezember erreichten wir nach einer ruhigen und angenehmen Seenacht die Insel Teneriffa. Unser Schiff lag im Hafen von Santa Cruz de Tenerife. Auf Teneriffa hatten wir erneut einen Mietwagen gebucht. Die Übernahme verlief nach einem Spaziergang durch die Stadt ebenfalls wie auf Madeira problemlos.
Auf Teneriffa hatten wir zwei Tagesziele. Das erste führte uns in den Süden der Insel an die Playa de las Americas. Wenn man sich über den Ortsnamen etwas Gedanken macht, könnte man evtl. schon die ein oder andere Vorahnung haben, wie es hier aussehen könnte. Nach einer 45 minütigen Autofahrt, standen wir auf einmal im mini Las Vegas von Teneriffa. Wirklich toll fanden wir diesen Ort nicht und zum Original fehlte hier noch viel, sehr viel ;). Jedoch führte unser Weg nicht unbegründet nach Las Americas. Die Hard Rock Cafe Sammlung sollte um ein weiteres Exemplar erweitert werden. So kam auch unser kleiner Leon zu seinem ersten Hard Rock Cafe Shirt.
Nach unserem Einkauf machten wir uns wieder zu unserem Auto um die Weiterfahrt anzutreten. Unser nächstes Ziel lag nun relativ zentral im Inneren der Insel. Wir besuchten den "Parque Nacional del Teide". Der Nationalpark ist der größte der Kanaren Inselgruppe und Pflicht für jeden Teneriffa Besucher. Eine faszinierende Vulkan- und Kraterlandschaft bekommt man hier zu Gesicht. Zu den unterschiedlichsten versteinerten Lavaformationen ist natürlich der Teide Vulkan mit seiner stolzen Höhe von 3718m ein absoluter Blickfang. Durch die gut ausgebauten Straßen, lässt sich der Nationalpark gut mit dem PKW erkunden. Durch die beachtliche Höhe des Nationalparks durchfährt man bei vorhandenen Wolken die Wolkendecke und kann dadurch ein traumhaftes Panorama erleben. Im Mittelpunkt am Horizont natürlich immer der große und hohe Teide Vulkan. Der Nationalpark ist für Naturliebhaber, Wanderer und Fotografen ein absolutes Highlight und natürlich auch von uns absolut empfehlenswert. Nachdem wir einige Stopps und Fotopoints im Nationalpark angefahren hatten und den Nachmittag dort verbrachten, traten wir die Rückfahrt zurück nach Santa Cruz an. Nachdem wir unseren Mietwagen abgegeben hatten, gingen wir gemütlich zurück in Richtung Hafen und besuchten auf dem Weg dort hin noch das ein oder andere nette Einkaufslädchen. Ein toller Tag mit vielen Eindrücken neigte sich dem Ende zu. Nach einem leckeren Abendessen hieß es dann auch schon wieder Sailaway Sailaway mit Kurs auf Fuerteventura.
















21.12.2017 | Fuerteventura
Da wir am heutigen Morgen nicht ganz so früh die Insel Fuerteventura erreichten, konnten wir das Einlaufen in den Hafen von Puerto del Rosario beobachten. Das An- und Ablegen zählt für uns nämlich immer wieder zu einem der Highlights wenn man mit einem Schiff auf Reisen ist. Man könnte dabei meinen, der Kapitän schiebt einen Kleinwagen in eine Parklücke wobei wir es hier mit einem 300m langen Kreuzfahrtriesen zu tun haben. Wirklich faszinierend!
Auf Fuerteventura ließen wir es etwas gemütlicher angehen. Nach einem leckeren Frühstück warf ich mich in meine Sportkleidung und drehte eine Jogging-Runde an der Küste entlang. Heute hatten wir keinen Mietwagen gebucht und beschränkten uns daher auf die Hafenstadt Puerto del Rosario. Die Hauptstadt der Insel Fuerteventura ist mit seinen rund 38000 Einwohnern für viele Reisende eher der Ankunftsort für Weiterreisende und Inselerkunder. Wir wollten uns das kleine Stätdchen jedoch etwas genauer anschauen. Nachdem wir das Schiff verlassen hatten, viel uns zuerst der super saubere und feine Sandstrand mit klarem blauen Meerwasser auf. Der Hausstrand von Puerto del Rosario Namens „Playa Blanca“ bietet Schiffsreisenden eine einfache Möglichkeit sich am Strand zu erholen. Unser Weg führte uns auf die kleine gemütliche Einkaufsstraße „Calle Primero de Mayo“ die mit ihren vielen kleinen Kaffees zum Verweilen einlädt. Die Einkaufsmöglichkeiten halten sich jedoch in Grenzen. Folgt man der Straße in nördlicher Richtung gelangt man zu einem kleinen Platz mit einer schönen kleinen in weiß gehaltenen Kirche. Die „Parroquia De Nuestra Señora Del Rosario“ bietet einen netten Fotostopp. Als nächstes machten wir uns auf den Weg um das Shooping-Center „Las Rotondas“ zu besuchen. Das Einkaufszentrum erstreckt sich über 4 Etagen. In den rund 100 Geschäften lassen sich von Klamotten über Lebensmittel sämtliche Besorgungen erledigen.
Den restlichen Mittag wollten wir es uns auf unserem Schiff gemütlich machen. So begaben wir uns über ein paar kleinere Umwege wieder zurück zum Hafen. Als wir durch die kleinen Straßen schlenderten, vielen uns die ziemlich coolen Graffitis auf, die geschmackvoll leere Gebäudewände schmückten. Hier lassen sich definitiv interessante Streetfotos einfangen. Den restlichen Tag machten wir es uns wie geplant auf unserem Balkon gemütlich. Wir würden zukünftig allen Reisenden die in Puerto del Rosario ankommen auf jeden Fall ein Mietwagen empfehlen um die Insel zu erkunden. Uns bot die Hafenstadt keine besonderen Highlights. Da wir den Tag jedoch wie bereits erwähnt hauptsächlich zum Entspannen nutzen wollten, war der Aufenthalt und das Angebot der Stadt sowieso zweitrangig. Die Insel Fuerteventura hat jedoch sicherlich noch einiges mehr zu bieten.




