• Daniel Rieß

Galicien im Nordwesten Spaniens - Unser Roadtrip entlang der Atlantikküste

Raue Küsten, steil in die Tiefe abfallende Klippen mit beeindruckenden Panoramablicken, gepaart mit feinen hellen Sandstränden und freundlich zuvorkommenden Locals. Von einem Schatten der weiterhin anhaltenden Corona-Pandemie begleitet, den wir mit jedem weiteren Kilometer in Richtung Spanien Stück für Stück abschütteln konnten und somit unser Reisevorhaben mit nur sehr geringen Einschränkungen und zugleich mit einem hohen Sicherheitsgefühl in vollen Zügen genießen konnten. Begleitet uns daher auf unserem spannenden Roadtrip entlang der Atlantikküste Galiciens!

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Reisebegeisterte und Abenteurer,

nachdem wir bei unserem ersten Camper-Roadtrip im vergangenen Jahr durch Schweden, großen Gefallen an der sehr flexiblen und dynamischen Reisemöglichkeit mittels Wohnmobil gefunden hatten, sollte der nächste Roadtrip nicht lange auf sich warten lassen. Während sich durch Corona weiterhin zahlreiche Reiseeinschränkungen und Quarantäneverordnungen bei der Rückreise über den gesamten Globus verbreitet hatten, fiel die Wahl der Reiseart recht schnell auf das Wohnmobil. Gepaart mit einem Nicht-Risikogebiet als Reiseziel, das sich zum Ende unserer Reiseplanungen nochmals spontan in eine ganz andere Richtung geändert hatte, sollte das Reisen auch in Pandemiezeiten sicher und somit ohne Probleme möglich sein. Interesse geweckt...? Dann wünsche ich Euch jetzt viel Spaß bei unserem Roadtrip durch Galicien und vor allem beim späteren nachahmen. Einen kleinen Vorgeschmack gibt es bereits mit dem folgenden Video.




Voller Zuversicht und unter Rücksichtnahme auf die immer noch anhaltende Corona Pandemie, planten wir zu Beginn des Jahres unseren zweiten Camper Roadtrip. Der Plan war es mit dem Wohnmobil entlang der Nord- und Ostseeküste zu fahren und täglich ein neues, nicht all zu weit entferntes, Ziel anzusteuern. Die Reise mit dem Wohnmobil steht für uns unter dem momentan sichersten Reisemittel. Um die Kontakte so gering wie möglich zu halten, wollten wir für das Übernachten keinen Campingplatz anfahren, sondern frei auf diversen Stellplätzen stehen bleiben. Mit der Hoffnung, dass sich die Situation bis Ende April etwas entspannen würde, lagen wir letztendlich ziemlich falsch. Deutschland zog die Maßnahmen kurz vor unserer Abreise erneut stark an, was eine Reise durch das eigene Land letztlich so gut wie unmöglich machte. Hmmmm was nun, das Wohnmobil war bereits reserviert und mit keinerlei Aussicht auf ein Ende der Pandemie, wollten wir unsere Reise nicht schon wieder in den Sand setzen. Für eine Alternative, recherchierten wir über Social Media und erkundigten uns auf der Website des Robert-Koch-Institutes, welche der nur sehr wenigen Länder und Regionen zur aktuellen Zeit nicht als Risikogebiet deklariert waren, um somit einen Plan B zu kreieren. Über ein paar Umwege wurden wir auf die nordspanische Region Galicien aufmerksam, die zu unserem Vorteil kein Risikogebiet war. Wir nahmen die Region genauer ins Visier, schauten Bilder an und erstellten einen möglichen Streckenverlauf. An der Atlantikküste gelegene Natur pur, mit zahlreichen schönen verlassenen Strandbuchten. Die Bilder die wir im Internet zu Gesicht bekamen, erinnerten uns an unsere tolle Zeit in Portugal und so wurde die nordspanische Region Galicien zu unserem spontanen Plan B, der sich wie ihr im Verlauf erfahren dürft zu einem genialen Reisevorhaben entwickelte.


Corona: Bevor ich nun mit meiner Einführung abschließe und zum eigentlichen Reisebericht komme, möchte ich bereits im Vorfeld und rückblickend auf Eure Fragen bezüglich unserem Roadtrip in Verbindung mit der anhaltenden Pandemie eingehen. Ich versuche sämtliche Fragen in einer kurzen und allgemein gehaltenen Berichterstattung zu beantworten. Zu unserem Reisezeitpunkt, Ende April bis Anfang Mai 2021, galt die nordspanische Region Galicien aufgrund den geringen Corona-Fallzahlen nicht als eine Art Risikogebiet, was im Umkehrschluss bedeutete, dass wir bei der Rückreise nach Deutschland von keiner Quarantänemaßnahme betroffen waren. Die Voraussetzung hierfür war jedoch, dass man die, auf dem Weg liegenden, Risikogebiete nur als Transit, sprich zur Durchreise nutzen durfte. Da wir uns länger als 10 Tage in Galicien und somit in einem Nicht-Risikogebiet aufhielten, war für uns hier nur die Rückreise von Bedeutung. Wir hatten unser Vorhaben jedoch sicherheitshalber im Vorfeld mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgeklärt, das uns die geschilderte Vorgehensweise auch nochmals per Email und somit schriftlich bestätigt hatte. Zudem war für die Durchreise durch Frankreich sowie für die Einreise nach Spanien ein negativer PCR-Test von Nöten, der nicht älter als 72 Stunden sein durfte. Unser fast vierjähriger Sohn war von der PCR-Testung nicht betroffen. Eine Kontrolle der Testergebnisse erfolgte bei der Hin- und Rückreise jedoch nicht. Generell kamen wir auf unserer Reise mit keinerlei kontrollierenden Behörden in Kontakt. Wir legten für unsere An- und Abreise rund 3600km zurück und konnten hier gemäß unseren Erfahrungen vollständig kontaktlos reisen. An den Tankstellen in Frankreich sowie in Spanien konnten wir direkt an der Zapfsäule mit der Kreditkarte bezahlen. Genau so kontaktlos wie beim Tankvorgang, führte uns unsere Reise durch die verschiedenen Mautstationen auf den Autobahnen. Somit stellten die Risikogebiete während unserem Transit keinerlei Infektionsgefahren dar. In Galicien selbst galt während unserem Aufenthalt wie in ganz Spanien eine von der Regierung angeordnete Maskenpflicht, die im Vergleich zu Deutschland im gesamten öffentlichen Raum griff. Außer der Maskenpflicht und dem kaum spürbaren Tourismus, war von einer Pandemie in Galicien so gut wie nichts zu merken, was zusätzlich einen sehr wohltuenden Einfluss auf uns nahm. Geschäfte, Restaurants, Bars und sonstige Betriebe hatten wie auch sonst ganz normal geöffnet. Durch den kontaktlosen Transit in Verbindung mit einem bestehenden PCR-Test, den sehr geringen Fallzahlen und der Maskenpflicht, stellte sich für uns persönlich in Galicien kein besonderes Sicherheitsproblem dar. Paradoxerweise waren wir auf unserem Roadtrip sogar sicherer unterwegs als zum oben genannten Zeitraum in der eigenen Heimat. Nun geht es aber auf die Straße und ab nach Galicien...!




Zeitraum: 23.04 - 14.05.2021

Zurückgelegte Strecke: 5.519km

Reiseziel: Nordwestliches Spanien - Galicien

Wohnmobilvermieter: Wohnmobilcenter Drechsler

Weitere Hilfsmittel: Suche von Stell-, Camping und Versorgunsplätzen mit der App Campercontact

Oben links die Schaltfläche zum öffnen des Kartenmenüs anwählen




23.04.2021 | Camper Übernahme und Reisevorbereitung

Wie auch bei unserem ersten Roadtrip durch Schweden, reservierten wir unser Wohnmobil erneut bei der Firma Wohnmobilcenter Drechsler in Bad Dürrheim, mit der wir auch bei unserer ersten Anmietung bereits sehr zufrieden waren. Aufgrund der längeren und zeitintensiveren Fahrstrecke nach Spanien, konnten wir unsere Reise unkompliziert drei Tage vorziehen. Auch die Übernahme in Bad Dürrheim konnte über den ganzen Tag flexibel gestaltet werden. Somit konnte ich nach einer kurzen Abwicklung und zu unserer großen Freude, das gleiche Wohnmobil wie bei unserem ersten Roadtrip durch Schweden, entgegen nehmen. Viel war unser guter Wegbegleiter vom letzten Jahr laut der Kilometeranzeige nicht unterwegs gewesen. Letzten Spätsommer hatten wir unseren Ford Challenger mit rund 5800km zurück gegeben und nun mit 9500km erneut in einem neuwertigen und einwandfreien Zustand entgegengenommen. Da wir für den Transit durch Frankreich und für die Einreise nach Spanien noch einen 72 Stunden aktuellen PCR-Test benötigten, ging es nach der Übernahme des Wohnmobils zum Corona-Test. Das negativ Ergebnis erhielten wir noch am gleichen Tag und somit stand unserer Reise in das nordspanische Galicien nichts mehr im Wege. Am Nachmittag und Abend konnten wir unseren Camper somit vollständig beladen und startklar für die Abreise am nächsten Morgen machen. Bedenkt bei Eurer vielleicht sogar ersten Wohnmobilreise immer ausreichend Zeit für den Beladevorgang einzuplanen. Am Ende des Tages habt ihr nämlich sicherlich einiges von Eurem Hausstand mit an Bord.


Unser Challenger-Camper für unseren zweiten Roadtrip in das nordspanische Galicien



Das Cockpit mit bequemen Sitzen und beidseitigen Armlehnen



Bei unserem Camper handelte es sich um ein neues Ford Fahrgestell



Geräumige Höhe mit zahlreichen Staufächern



Die Gemütliche Wohn- und Essecke



Der aufklappbare Tisch ließ sich in verschiedene Richtungen verschieben



Die Küche mit angrenzendem Kühlschrank



Spülbecken mit Kochfeld



Die Liegefläche konnte mit dem beiliegenden Zusatzstück auf 2x2m vergrößert werden



Duschkabine mit integrierter Toilette




24.04 - 26.04.2021 | Anreise nach Galicien

Etappe 1: Unsere erste Etappe führte uns am Samstag den 24. April von Süddeutschland in das französische Saint-Prix. Da wir eine längere Reise vor uns hatten, wollten wir bereits ausgeschlafen in den ersten Tag starten. Nach dem die letzten Kleinigkeiten erledigt waren, verließen wir pünktlich um 10:30Uhr unser Zuhause. Entlang der A81 in Richtung Süden, vorbei an Tittisee-Neustadt und dem noch mit Schnee bedeckten Feldberg, erreichten wir nach fast zwei Stunden die Stadt Freiburg im Breisgau. Von hier aus war es nur noch eine halbe Stunde bis nach Frankreich. Da Frankreich zu unsere Reisezeit vom Robert-Koch-Institut als Hochinzidenzgebiet eingestuft war, planten wir Frankreich ausschließlich als Transitland ein. Da wir auch die Tankstopps so gering wie möglich halten wollten, tankten wir unser Wohnmobil vor der Überfahrt nach Frankreich nochmal randvoll auf. Nachdem all unsere Ressourcen aufgefüllt waren, überquerten wir die Grenze von Deutschland nach Frankreich, die auch zu dieser Zeit nicht besetzt war. Somit gestaltetet sich der erste Länderwechsel trotz PCR-Vorgaben ohne Probleme. Erwartet hatten wir ehrlich gesagt eine strengere Situation. Was noch nicht ist, kann natürlich noch kommen, daher waren wir auf unseren weiteren Reiseverlauf gespannt. Da aufgrund der Pandemie in Frankreich eine Ausgangssperre ab 19:00Uhr galt, die zudem auch für Transitreisende galt, konnten wir an unserem ersten Tag insgesamt rund 600km zurücklegen. Kurz nach 18:00Uhr steuerten wir daher unseren ersten Stellplatz in der Nähe der kleinen französischen Ortschaft Saint-Prix an. Den Stellplatz hatten wir wie auch bei unserem letzten Roadtrip über die App Campercontact ausfindig gemacht. Die App können wir für eine Stellplatzsuche bestens empfehlen. Wie bereits in der App dargestellt, befand sich unser Stellplatz auf dem Anwesen des Le Roc Foucaud, das sich mitten in der Natur an einem idyllischen Fluss umgeben von grünen weiten Wiesen und hohen Bäumen befand. Wir landeten bei der Stellplatzsuche wieder einmal einen Glücksgriff und freuten uns über diesen idyllischen von der Natur geprägten Ort, der zu einem perfekten Start in unseren Galicien Roadtrip beigetragen hatte.


Direkt hinter unserem Stellplatz auf dem Le Roc Foucaud Anwesen verlief dieser kleine Fluss



Weite Wiesen mit Ziegen erstreckten sich über das Anwesen



Verschiedenen Bachläufe bahnten sich ihren Weg zum Fluss



Das Le Roc Foucaud Anwesen war sehr idyllisch und befand sich in Mitten der Natur




Etappe 2: Am nächsten Morgen wurden wir bereits früh Wach. Der genau an unserem Wohnmobil entlang verlaufende Fluss, weckte uns mit seinem angenehmen rauschen. Da wir noch einige Kilometer bis nach Spanien vor uns hatten und unser 72 Stunden gültiger PCR-Test für die Einreise nach Spanien am morgigen Tag die Gültigkeit verlor, mussten wir mit der heutigen Etappe 2, den Länderwechsel von Frankreich nach Spanien hinter uns bringen. Da wir genug Zeit dafür eingeplant hatten, gerieten wir jedoch nicht in Zeitdruck. Um jedoch etwas Reserve mit im Gepäck zu haben, verließen wir um 09:00Uhr unseren Platz auf dem Le Roc Foucaud Anwesen in der Natur von Saint-Prix. Wir konnten noch eine ganze Weile die tolle Landschaft Frankreichs aus unserem Wohnmobil genießen bis wir dann einige hunderte Kilometer Später kurz vor Bordeux ankamen und somit die letzte längere Strecke bis an die Grenze Spaniens auf uns nahmen. Nach einer Fahrt von fast 700km kamen wir dann gegen 17:00Uhr an der letzten Mautstelle Frankreichs an, die gleichzeitig den Grenzübergang an der spanischen Kleinstadt Irun darstellte. Der Verkehr durch Frankreich war im Gesamten durch den geringen Verkehr und keinerlei Verkehrsbehinderung sehr angenehm. Jedoch mussten wir zahlreiche Mautstellen bis nach Spanien passieren, die uns um insgesamt 114,10€ Mautgebühren erleichterten. Trotz den wie wir fanden recht hohen gebühren, freuten wir uns planmäßig in Spanien angekommen zu sein. Nach der langen Fahrt wollten wir nicht mehr großartig Strecke machen und suchten mittels unserer App einen Stellplatz unmittelbar nach der Grenze. Nur wenige Kilometer von der Grenzstadt Irun entfernt, konnten wir einen erneut sehr schönen Stellplatz bei Hondarribia auf dem Jaizkibel ausfindig machen. Über eine schmale Straße schlängelten wir uns den Berg hinauf und gelangten so auf den Parkplatz des Monte Jaizkibel, der von bunten Wiesen mit Pferden und Kühen umgeben war. Von hier oben hatten wir einen Traumhaften Blick auf den Atlantik und die am Fuße des Berges liegende Stadt. Die genauen Positionen unserer Haltestellen könnt ihr der beigefügten Landkarte entnehmen. Nachdem wir unser Wohnmobil abgestellt hatten, schauten wir uns die unmittelbare Umgebung an, genossen die verschiedenen Aussichten und ließen letztlich den Abend bei einem leckeren Abendessen vom Grill mit einem einem Tröpfchen Wein ausklingen.


Von unserem Stellplatz auf dem Jaizkibel hatten wir einen traumhaften Blick auf den Atlantik



Geprägt war der Jaizkibel von weitflächigen und hügeligen Wiesen und Weideflächen und Wanderstrecken



Pferde, Kühe, Schafe und Ziegen tummelten sich auf der Anhöhe



Direkt an unserem Stellplatz befand sich eine kleine Ruine



Von der Ruine konnte man auf die Stadt am Fuße des Jaizkibel und sogar bis nach Frankreich blicken



Als wir auf dem Parkplatz des Jaizkibel ankamen, waren mit uns noch weitere Besucher auf der Anhöhe



Zum Abend und zur Nacht hatten wir den Parkplatz und diesen tollen Ort dann ganz für uns alleine




Etappe 3: Wir haben Montag den 26. April, vom gestrigen Sonntag auf den heutigen Montagmorgen verschlechterte sich leider das Wetter und zum grauen Himmel nieselte es immer wieder. Da wir jedoch noch einige Kilometer bis in die autonome Region Galicien vor uns hatten, störte uns das nicht weiter. Wir verbrachten noch ein wenig Zeit auf dem Jaizkibel, schauten uns nochmals die nähere Umgebung an und genossen die heute durch Wolken einschränkte aber dennoch sehenswerte Aussicht. Nach dem Frühstück starteten wir dann in unsere vorerst letzte längere Fahrt bis in unsere Zielregion. Vorbei an Bilbao führte uns die Autopista 8, rund 570km in den Nordwesten Spaniens. Hier zeigten sich uns immer wieder die Weiten des Atlantiks. Auch in Spanien war der verkehr wie durch Frankreich sehr angenehm und glücklicherweise kamen wir in keinen einzigen Stau. Zudem hielten sich die Mautkosten auf diesem Streckenabschnitt überraschenderweise wirklich in Grenzen. Über die Gesamte Strecke von fast 600km mussten wir nur 13,90€ an Mautkosten aufbringen. Insgesamt kostete uns die Fahrt von Deutschland über Frankreich bis nach Galicien somit genau 128,00€.

Als wir dann am späten Nachmittag in Galicien angekommen waren, gestaltetet sich die Stellplatzsuche vorerst etwas kompliziert. Die Plätze die wir vorerst angefahren waren entsprachen nicht unseren Vorstellungen und ein angepeilter Campingplatz hatte leider noch geschlossen. So zogen wir noch einige Kilometer weiter an der Atlantikküste entlang und hofften auf Besserung. Letztlich ließen wir uns dann auf einem kleinen Strandparkplatz der auch als Wohnmobilparkplatz ausgeschildert war, in der kleinen Gemeinde San Román de Valle nieder. Von unserem Stellplatz aus hatten wir einen direkten Blick auf die an diesem Abend sehr raue See. Das schlechte Wetter nahm in der Region Galicien im weiteren Tagesverlauf leider noch zu. So hingen graue Wolken über den Steilklippen und auch hier fiel immer wieder Nieselregen vom Himmel. Um uns jedoch einen ersten kleinen Überblick zu verschaffen, erkundeten wir den direkt am Stellplatz liegenden Strand und die naheliegenden Steilklippen. Über einen Trampelpfad gelangte man direkt auf eine felsige Klippe auf der sich ein riesiges Kreuz aus Stein befand. Links und rechts peitschten die hohen Wellen mit einem riesigen Lärm an die Steilwände. Ein beeindruckender Ort und auch wenn das Wetter eher schlecht als recht war, war es eine schöne Einstimmung auf unsere weitere Zeit in Galicien.


Früh am Morgen auf dem Monte Jaizkibel



Bevor es für uns weiter ging, schauten wir uns nochmals in der Umgebung unseres Stellplatzes um



Eine Informationstafel beschrieb die Umgebung



Zu der schönen Natur, prägten immer wieder Teile von alten Ruinen den Monte Jaizkibel



Am späten Nachmittag kamen wir nach unserer Überfahrt an unserem ersten Stellplatz in Galicien an



Trotz grauen Wolken und Niederschlag schauten wir uns den Strand von San Román de Valle an



Nach unserem Aufenthalt am Strand ging es noch auf die naheliegende Steilklippe



Auf der Steilklippe gelangten wir an das Cruz de San Román de Valle



Vom steinernen Kreuz hatte man einen Blick auf die umliegenden Klippen....



...sowie auf den Strand von San Román de Valle



Mit der einsetzenden Dunkelheit wurde die See noch rauer und ließ uns zurück zu unserem Camper gehen




27.04.2021 | San Román de Valle, Estaca de Bares und Loiba

Unseren ersten Tag in Galicien ließen wir entspannt angehen. Nach einer angenehmen Nacht auf dem Strandparkplatz von San Román de Vale, nutzte ich noch vor dem Frühstück die tolle Lage und direkte Nähe zum Strand um ein paar Kilometer entlang der Atlantikküste zu joggen. Wenn man viel mit dem Wohnmobil durch die Lande zieht, sollte man natürlich auch auf eine ausgeglichene Bewegung achten. Anschließend frühstückten wir gemütlich und hofften, dass sich das graue Wetter doch noch etwas bessern würde. Getreu dem Motto es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung, zogen wir uns wetterfest an und gingen auch ohne Sonnenschein an den Strand. Das Meer peitschte gegen die, aus dem Boden heraus ragenden, Felsen und die Wellen fanden lautstark an den Klippen ihren Auslauf. Wir genossen es sehr wieder am Meer zu sein! Leon nutze die Zeit am Strand um mit seinen Spielsachen eifrig herum zu buddeln. Sabrina genoss das Meeresrauschen und ich probierte unseren Lenkdrachen in die Lüfte zu bringen. Wenn man den Wind aber brauchte, war er schlagartig verschwunden. Bis zum Mittag verweilten wir somit am Strand. Bevor wir zurück zu unserem Wohnmobil gingen, wollten wir aber nochmal zum großen steinernen Cruz de San Román de Vale. Ein toller Ort auf dem man die Energie der See nochmal so richtig beobachten und auch spüren konnte. Direkt an unserem Strandparkplatz in San Román de Vale, befand sich ein kleines Restaurant welches wir nach unserem Strandaufenthalt für ein kleines Mittagessen nutzen. Wir hätten entweder direkt im Restaurant essen können, bevorzugten aber das Camperleben und holten unsere bestellten Riesengarnelen vom Grill mit Pommes und Salat kurze Zeit später ab. Gestärkt setzten wir unsere Reise fort. Bevor wir jedoch unser nächstes Ziel ansteuern konnten, mussten wir unsere Ressourcen auffüllen. Da wir von Deutschland bis nach Galicien autark unterwegs waren, musste frisches Wasser getankt und Schmutzwasser entsorgt werden. Zudem besorgten wir noch ein paar nötige Lebensmittel die wir für die nächsten Tagen benötigten. Nachdem wir wieder startklar waren, fuhren wir vorerst bis an das Kap Estace de Bares, das neben der markanten Küstenlandschaft einen noch intakten Leuchtturm beherbergte. Wir gingen am Leuchtturm vorbei und nutzen den schmalen Trampelpfad um soweit wie möglich vor an das Kap zu kommen. Umgeben von Gräsern und gelb blühenden Blumen ließen wir diesen schönen Ort auf uns wirken. Die Zeit verging wieder einmal wie im Fluge und letztlich benötigten wir noch einen Stellplatz für die kommende Nacht. Eigentlich wollten wir erneut direkt an einem Strand parken, wurden aber leider in der Zeit die uns noch blieb nicht wirklich fündig. Über unsere App wurden wir auf einen Parkplatz aufmerksam der sich direkt auf einer, für Galicien typischen, tief abfallenden Steilküste befand. Kurzerhand entschlossen wir uns für den Parkplatz der zur Gemeinde Loiba gehört und zudem direkt an der Wanderroute, Camino Natural de la Ruta del Cantabrico, lag. Wieder einmal wurden wir bei unser Auswahl mehr als belohnt. Der Platz war ein wahrlicher Traum und konnte eigentlich kaum richtig in Worte gefasst werden. Wir hatten hier einen direkten Blick auf den Atlantik und die umliegende steile Küstenlandschaft. Mit direktem Blick auf das Meer durften wir hier unser Abendessen genießen und ließen anschließend den Abend gemütlich ausklingen.


Am Strand von San Román de Valle



Große Felsen und Klippen prägten das Strandbild



Vom Strand hatte man einen Blick auf das Cruz de San Román de Vale



Vor unserer Weiterfahrt ging es nochmal auf die Klippe zum steinernen Kreuz



Vom Cruz de San Román de Vale genossen wir nochmal die Aussicht auf den Strand...



...und auf die Steilküste



Das Cruz de San Román de Vale



Unser nächstes Ziel war das Kap Estace de Bares mit seinem Leuchtturm



Auf dem Weg zum Kap lag uns die Atlantikküste wortwörtlich zu Füßen



Der schmale Trampelpfad führte uns fast bis an die Spitze des Kap Estace de Bares



Zahlreiche Meter ging es hier in die Tiefe



Wir genossen nochmals die tolle Aussicht



Am Leuchtturm vorbei ging es dann wieder zurück zu unserem Wohnmobil



Etwas außerhalb der Gemeinde Loibe nahmen wir dann am frühen Abend unseren Platz für die Nacht ein



Wir genossen die unbeschreibliche Aussicht auf die Küstenlandschaft Galiciens



Am Abend erkundeten wir die nähere Umgebung



Unser Stellplatz aus einer eindrucksvollen Perspektive



Von der Banco-Mirador acantilados de Loiba konnta man die Landschaft auf sich wirken lassen



Mit der einsetzenden Dämmerung zogen auch wir uns in unseren Camper zurück um den Abend ausklingen zu lassen




28.04.2021 | Loiba, Santo André de Teixido und Pantín

Mit einem verschlafenen Blick aus unserem Schlafzimmerfenster erfreuten wir uns bereits am Morgen an dem traumhaften Ausblick von unserem Parkplatz in Loiba, auf den Atlantik. Uns gefiel es hier wirklich gut und siehe da, plötzlich kam am Vormittag sogar der erwünschte Sonnenschein heraus und ließ das Panorama nochmals in einem anderen Licht erscheinen. Wir genossen noch ein wenig diesen Ort. Zudem nutze ich die direkt an unserem Parkplatz angebrachte Naturtreppe um in die unter uns liegende Bucht zu gelangen. Von einem der großen Steine versuchte ich hier am Atlantik das erste Mal zu Angeln. Um die Fische brauchte man sich vorerst jedoch keine Sorgen machen, wieder einmal blieb der Fang aus. Wenn auch ihr in Spanien von der Küste aus Angeln möchtet, ist unbedingt eine Angelschein von Nöten. Es handelt sich hier nicht um den in Deutschland bekannten Fischereischein sondern um eine Art Lizenz. Diese Angellizenz könnt ihr am unkompliziertesten Online für 79,00€ erwerben. Diese ist nach dem Kauf drei Jahre gültig. Nach unserer Zeit an den Steilküsten von Loiba packten wir unsere sieben Sachen zusammen um weiter zu ziehen. Den nächsten Stellplatz hatten wir bereits am Vorabend in Pantín ausfindig gemacht. Jedoch wollten wir auf dem Weg dorthin einen Halt im Wallfahrtsort Santo André de Teixido machen. In der kleinen Gemeinde befindet sich die Kapelle Santo André, die nach Santiago de Compostela, Galiciens wichtigster Pillgerort darstellt. Wir besuchten hier die kleine jedoch berühmte Kapelle und schlenderten etwas durch den heiligen Ort. Auch von hier hatte man wieder einen tollen Blick auf den Atlantik, der leider durch aufziehende Regenwolken nicht ganz so weit in die Ferne führte. Trotz der Wetterverschlechterung entpuppte sich Santo André de Teixido neben seinem eigentlichen Hintergrund zu einem tollen Fotospot. Hier spielten uns die dichten Wolken dann sogar noch etwas in die Karten. Nachdem es dann im Wallfahrtsort anfing zu nieseln, gingen wir wieder zurück zu unserem Wohnmobil und setzten unsere Fahrt fort. Wie geplant steuerten wir unseren nächsten Stellplatz in Pantín an. Dieser lag auf einer leichten Anhöhe mit direktem Blick auf den hellen Sandstrand der Praia de Pantín. Nachdem wir unseren Camper entsprechend in Meeresrichtung positioniert hatten, verbrachten wir den restlichen Tag am Strand. Der durch den Atlantik herein wehende Wind bot sich bestens für ein paar Lenkdrachenflüge an. Während ich den Drachen durch die Lüfte führte, betrieben sich Frau und Kind die Zeit beim spielen im Sand. Als wir am Abend zurück an unserem Wohnmobil waren, bereiteten wir uns auf unserem Gasgrill leckeren Fisch zu, den wir uns dann mit einem erneut grandiosen Meerblick schmecken ließen. Wir beobachteten noch den Ganzen Abend den Atlantik, der sich seinen Weg in die vor uns liegende Bucht bahnte. Besonders interessant war hier zu beobachten, wie die Gezeiten mit Ebbe und Flut ihren Einfluss auf das Meer nahmen. Während unserem Roadtrip durch Galicien hatten wir uns fest vorgenommen, an geeigneten Plätzen länger als nur einen Tag zu verweilen. Dieser Platz direkt am Strand von Pantín, sollte schließlich zu solch einem Platz werden. Die Aussicht auf den Atlantik war wieder einmal Atemberaubend und der nahliegende feine Sandstrand machte den Ort nahezu Perfekt, um doch ein bisschen länger zu verweilen. Mal sehen wie lange?!


Am Morgen beglückte uns schönes Wetter an unserem Stellplatz in Loiba



Von unserem Wohnmobil aus, bot sich uns nochmals eine tolle Kulisse



Durch die klare Sicht konnte man nun weit in die Ferne blicken