• Daniel Rieß

Über Weihnachten zu Gast in Peking

Kurz vor Weihnachten machten wir uns im Dezember 2011 auf den Weg in die chinesische Hauptstadt Peking. Wir hatten über die Weihnachtsfeiertage Freunde besucht, die zu dieser Zeit geschäftlich in der Stadt gewohnt hatten. Wir feierten ein tolles Weihnachtsfest und durften während unserem Aufenthalt die Stadt sowie die im Umland befindliche chinesische Mauer entdecken.

Am 24.12.2011 landeten Max und ich nach einem angenehmen Flug mit Turkish Airlines in der Hauptstadt von China – in Peking oder auch Beijing betitelt. Unser Freund Deniz erwartete uns bereits am Flughafen. Wir freuten uns sehr Deniz nach einigen Monaten wieder in die Arme schließen zu können, da er sein Auslandssemester in China absolvierte. Nun ging es vom Flughafen mit dem Taxi zu unserer Unterkunft die im vierten Ring lag. Die Stadt Beijing ist nämlich in fünf verschiedene Bezirke bzw. Ringe aufgeteilt. Der sechste Ring befand sich während unserem Aufenthalt bereits in Bau. Da wir an Heiligabend anreisten, erwarteten uns bereits einige Studienkollegen, die fleißig damit beschäftigt waren, dass leckere Weihnachtsessen vorzubereiten. Mit netten Menschen durften wir somit einen gemütlichen ersten Weihnachtsabend verbringen. Wir waren sehr gespannt, was uns während den weiteren sechs Tagen in Peking erwarten würde!











Am ersten Weihnachtsfeiertag, der hier in Peking ein ganz normaler Werktag war, machten wir uns auf, um unsere ersten Eindrücke von Peking zu sammeln. Unser Weg führte uns mit der U-Bahn an den Tian’anmen-Platz bzw. auch Platz des Himmlischen Friedens genannt. Der große Platz gilt als größter innenstädtischer Platz der Welt, auf dem sich bis zu einer Millionen Menschen versammeln können.

Auf der Mitte des Platzes befindet sich ein im Jahr 1952 erbautes Nationaldenkmal, dass an die Helden des Volkes erinnern soll. Vom Tian’anmen-Platz gelangt man über das Tian’anmen-Tor in die Verbotene Stadt. Auch wir nutzten diesen Zugang in die von Mauern umrandete Stadt in der Stadt. Die Verbotene Stadt gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und steht wohl bei jedem Peking-Reisenden ganz oben auf der Sightseeing-Liste. Auch für Touristen aus dem Inland ist die Verbotene Stadt eine sehr bedeutende Sehenswürdigkeit. Für die meisten Chinesen zählt es zu einem Traum, neben der chinesischen Mauer und dem Tian’anmen-Platz einmal im im Leben die Verbotene Stadt besucht zu haben. Vermutlich zurecht! Auch uns brachte dieser Ort zum staunen und versetzte uns ein wenig zurück in die chinesische Kaiserzeit. Der Tag war bereits fortgeschritten und die Sonne begann auch hier im Winter recht früh unter zu gehen. Wir besuchten eine hinter der Verbotenen Stadt liegende Erhöhung und konnten einen tollen Sonnenuntergang mit weitreichendem Blick über die Verbotene Stadt genießen.

Unser Weg führte uns weiter zum Donghuamen Night Market, wo wir auch zu Abend essen wollten.

Mit dem was uns hier jedoch erwartete, hatten wir nicht gerechnet und stand auch definitiv nicht auf unserem Speiseplan. Merkwürdiges Getier, Schlangen, Spinnen, Skorpione - gebraten, gekocht oder paniert. Zudem lag ein seltsamer Geruch in der Luft, der den Hunger schnell wieder verdrängt hatte. Daher suchten wir uns in einer Nebengasse ein Restaurant und vertrauten bei den teilweise undefinierbaren Speisen unserem Reiseleiter. Geschmeckt hatte es, was wir jedoch zu Essen bekamen blieb ein Geheimnis!




























Als wir in Peking ankamen, verbrachten unsere Freunde bereits einige Zeit in Peking und konnten die Stadt schon näher kennenlernen. Diese Möglichkeit wollten wir uns nicht entgehen lassen um auch das richtige Leben, neben touristischen Sehenswürdigkeiten einmal hautnah miterleben zu dürfen.

So ging es über Pekings Straßen und Gassen an Orte die vielleicht nicht unbedingt bei jedem Touristen auf der ersten Seite der Reise-Agenda stehen würden. Wir bahnten uns unseren Weg durch die traditionellen Hutongs wo hinter jeder Ecke eine andere interessante Entdeckung versteckt war. Es war interessant die Menschen bei ihren alltäglichen Beschäftigungen zu beobachten. Auch wenn wir teilweise wirklich über manche Vorgehensweisen verwundert waren :).

Um dann wieder etwas touristischer zu werden, hatten wir unsere Tour durch die Hutongs mit einem Besuch des Himmelstempels und dessen Tempelanlage verbunden. Der Himmelstempel diente als kaiserlicher Opferaltar und wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut. Der Tempel gehört wie die verbotene Stadt ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der im Südosten liegende Tempel soll das Symbol für die Verbindung zwischen Erde und Himmel sowie menschlicher Welt und der himmlischen Welt darstellen. Die Tempelanlage ist sehr schön angelegt und der Himmelstempel sticht mit seiner vollen Pracht in den Himmel empor.






















Im Jahr 2008 stand Peking das erste Mal unter den bunten Ringen der olympischen Sommerspiele. Hierfür wurde damals ein ganzes Sportzentrum neu erbaut. Vor allem das Stadion, dass optisch einem Vogelnest ähnelt, stach augenscheinlich hervor. Das Sportzentrum kann heute besichtigt werden und bietet allen Sportbegeisterten einen netten Ausgleich zu den traditionellen Sehenswürdigkeiten. Auch wir nutzten die Gelegenheit um die Sportstätte zu besuchen.

In Peking konnten wir neben zahlreichen Köstlichkeiten auch eine Teeprobe einnehmen. Besonders bei den teilweise sehr kalten Temperaturen, war die Probe neben den verschiedenen interessanten Geschmäckern auch eine gute Gelegenheit um sich etwas aufzuwärmen. Unseren Besuch des Sportzentrums und der Teeprobe, konnten wir am Abend mit einem traditionellen Hotpot Abendessen sehr schön abrunden. Hotpot oder in Deutschland auch Feuertopf genannt, ist in China ein Gesellschaftsessen. Während man sich mit seinen Freunden oder Familien unterhalten und austauschen kann, kocht das Essen in einem großen heißen Gefäß vor sich hin. Was man für Zutaten in die heiße Brühe gibt, bleibt jedem Geschmack frei überlasen.


















Bevor es für uns zurück nach Deutschlang ging, stand noch ein letztes großes Highlight für uns auf dem Programm. Wir wollten China nicht verlassen ohne wohl das größte und auch das längste Wahrzeichen der Volksrepublik China besucht zu haben. Daher führte uns unser Weg raus aus Peking, rund 70km in den Norden nach Mutianyu, zur großen Mauer von China. In Mutianyu das zum Stadtbezirk Huairou gehört, findet man einen sehr gut erhaltenen Abschnitt der Mauer vor. Das mehr als 2300 Jahre alte Bauwerk gehört zu den sieben Weltwundern und sollte in der Vergangenheit als ausgeklügeltes Schutzsystem dienen. Die große Mauer von China erstreckt sich über eine unglaubliche Gesamtlänge von über 20.000km und besteht aus mehreren Teilstücken, die aus unterschiedlichen Dynastien stammen. Zwei Seilbahnen erleichterten uns den Weg vom Tal in das bergige Gebiet. Als wir plötzlich auf der großen Mauer standen waren wir für einen Augenblick sprachlos und der Anblick war grandios. Die chinesische Mauer war zu unserem Besuch in einer leichten Schneedecke eingehüllt, dass zu einer ganz speziellen Stimmung führte.


Auch wenn wir nur eine Woche in der chinesischen Hauptstadt zu Besuch waren, konnten wir während diesem kurzen Aufenthalt sehr viele beeindruckende Erlebnisse mit zurück in die Heimat nehmen! Besonders gut hat es uns gefallen, neben den touristischen Sehenswürdigkeiten auch einen tieferen Einblick in das tägliche Leben der Pekinger zu erhalten. Auch wenn die zahlreichen Plätze, Tempel und Anlagen der Stadt uns sehr gut gefallen hatten, war der Besuch der großen Mauer von China definitiv eines unserer Highlights auf dieser Reise. Abschließend möchte ich es auch hier nicht versäumen, einen Dank zu unseren Freunden nach China, für den tollen Aufenthalt zu senden. Dankeschön und bis hoffentlich bald ;)!














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